Tee und Suppe am Ende der Welt
Great Blasket Island
Tee und Suppe am Ende der Welt
Im Sommer 2001 schnappte sich Daniel Appel Wanderschuhe und Rucksack, um die Halbinsel Dingle im Südwesten Irlands zu erkunden. Dabei hat er nicht nur atemberaubende Landschaften entdeckt: "Ich durfte auch die unbeschreibliche Freundlichkeit der Iren erfahren. Oft kam ich auf meinem Weg mit Menschen ins Gespräch, mehrfach wurde ich sogar spontan auf eine Tasse Tee oder einen Teller Suppe eingeladen."
Sein "Selfie" ist am Zielpunkt seiner Wanderung entstanden: Great Blasket Island. "Hier wurde mir nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch die Unendlichkeit des Atlantiks so intensiv spürbar wie nirgendwo sonst. Eine Grenze, die der Mensch jahrhundertelang nicht zu überqueren wagte."
Unser EU-Check für Sie
Der erste Grenzgänger, der den Westen erkundete, ist mythischen Erzählungen nach der heilige Brendan gewesen. Gelebt hat er im 6. Jahrhundert ganz in der Nähe von Great Blasket Island, auf der Dingle-Halbinsel. In seiner Reiseerzählung, der Navigatio Sancti Brendani ("Die Seereise des Abtes Sankt Brendan"), wird seine Fahrt in den Atlantischen Ozean beschrieben, in der er der Legende nach eine geheimnisvolle Insel im Westen erreicht haben soll.
Heutzutage sind Grenzgänge in der EU ein ambivalentes Thema. Während EU-Bürger sich frei bewegen können, wird viel Geld investiert, um die "Festung Europa" an den Außengrenzen zu sichern. Der "External Borders Fund“ gab dafür zwischen 2007 und 2013 rund 1,8 Milliarden Euro aus. Zum Vergleich: das Budget des „European Fund for the Integration of Third Country Nationals“ betrug im selben Zeitraum 825 Millionen Euro.
Stand: 19.05.2014 19:53 Uhr

