Opole: Historischer Brunnen
Opole
Historischer Brunnen
Immer im Sommer fährt unser Nutzer David Wieczorek in den Südwesten von Polen in die Ferien. Besonders gerne besucht er in dieser Zeit den Plac Ignacego Daszyńskiego in der Stadt Opole, im einstigen Oppeln. Mitten auf dem Platz steht der Ceresbrunnen mit der römischen Göttin des Ackerbaus darauf, er ist mehr als hundert Jahre alt und wurde erst vor wenigen Jahren aufwändig restauriert. "Es ist einer der schönsten Plätze der Stadt. Vor allem der Ceresbrunnen ist sehr beeindruckend. Hier kann man sich wunderbar erholen", schreibt Wieczorek.
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Opole bzw. Oppeln dürfte auch so einigen Brüsseler Beamten ein Begriff sein. Die Stadt geriet jüngst wegen eines umstrittenen Kraftwerk-Neubaus in die Schlagzeilen. Die polnische Regierung möchte dort ein schon bestehendes Kohlekraftwerk um zwei Blöcke à 900 Megawatt erweitern. In Brüssel und Berlin findet man das gar nicht so gut. Polen stellt nämlich rund neunzig Prozent seiner Elektrizität aus Kohle her - und setzt bislang nur zu einem geringen Anteil auf erneuerbare Energien.
Aus Warschauer Sicht ist der Neubau dennoch ein Fortschritt. Polen versucht, die Klimaschutz-Vereinbarungen der EU zu erfüllen, indem es alte Kohlekraftwerke abschaltet und durch neue, wirksamere ersetzt. Zudem will das Land sich nicht noch weiter von russischen Energie-Lieferungen abhängig machen und lieber die eigenen, noch unerschlossenen Braunkohle-Vorkommen ausbeuten. Zum Thema Energiepolitik dürften noch so einige Auseinandersetzungen zwischen Brüssel und Warschau folgen.
Stand: 19.05.2014 18:29 Uhr

