Malerisches Donau-Ufer

Budapest

Malerisches Donau-Ufer

Als der ungarische Architekt Imre Steindl vor gut hundert Jahren in Budapest das Parlamentsgebäude errichtete, nahm er sich den Londoner "Palace of Westminster" zum Vorbild. Inzwischen ist sein Bauwerk selbst weltbekannt - und ein Wahrzeichen der ungarischen Hauptstadt. Unser Nutzer Kalman Burg liebt das Quartier an der Donau: "Die Atmosphäre am Ufer ist phantastisch", schreibt er. "Die Gebäude mit dem Parlament - und auf der anderen Uferseite die Burg."

Im Parlamentsgebäude hat auch der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán seine Arbeits- und Repräsentationsräume. Er und seine Fidesz-Partei werden seit Jahren immer wieder scharf aus anderen EU-Mitgliedsländern wie Deutschland kritisiert, für die Änderung des Wahlrechts oder die Beschneidung der Pressefreiheit. Im vergangenen Sommer sah die EU sogar die ungarische Demokratie in Gefahr. Mehrere Verfassungsänderungen machten es Minderheiten im Land immer schwerer, Politik mitzugestalten, hieß es.

Jüngster Streitpunkt zwischen Brüssel und Budapest: die Vergabe von Geldern zur Regionalförderung. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, will die EU vorerst keinen neuen Forderungen aus Budapest nachkommen. Grund: In Ungarn beaufsichtigt seit kurzem die Kanzlei des Ministerpräsidenten das Management der Subventionen für die Regionalförderung - und nicht mehr die gerade erst abgewickelte "Nationale Agentur für Entwicklung". Bevor die EU weitere Gelder auszahlt, will sie sich zunächst vergewissern, dass Ungarn auch in Zukunft sorgfältig mit dem Geld umgeht.

Stand: 16.05.2014 23:06 Uhr

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