Fraktionen des Europaparlaments für Juncker
Europaparlament stellt sich hinter EVP-Kandidaten
Juncker bekommt Vortritt
Die Fraktionen des Europaparlaments haben sich hinter den konservativen Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Jean-Claude Juncker, gestellt. Das teilte der Fraktionschef der Sozialdemokraten, Hannes Swoboda, in Brüssel mit. Damit hat Juncker den Vortritt bei dem Versuch, eine Mehrheit im EU-Parlament zu bilden.
Die Fraktionschefs des Europaparlaments beschlossen demnach eine Erklärung, in der sie den EU-Gipfel bitten, Juncker "ein klares Mandat zu geben, die Verhandlungen mit anderen politischen Gruppen zu beginnen."
Schulz pocht auf die zweite Chance
Diese Entscheidung liegt auch ganz auf der Linie des sozialdemokratischen Europa-Spitzenkandidaten Martin Schulz. Sollte Juncker kein Mandat bekommen, wäre der nächste in der Reihe der Kandidaten am Zug, fügte Schulz hinzu. "Und das bin ich."
Die konservative EVP, für die Juncker ins Rennen um den Kommissionsposten gegangen war, hatte bei der Europawahl die meisten Stimmen erhalten. Daher soll auch der Kandidat der stärksten Fraktion die Verhandlungen führen. Die EVP-Fraktion kommt nach vorläufigen Ergebnissen auf 213 Sitze, die Sozialisten erreichen 190 Mandate.
Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am Abend in Brüssel zusammen, um erstmals über den Ausgang der Europawahl und die Kandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten zu reden. Sie schlagen nach Konsultationen mit dem Parlament einen Kandidaten vor, der von der Mehrheit des Straßburger Plenums gewählt werden muss.
Europaparlament stellt sich hinter Spitzenkandidat Juncker
tagesschau 16:00 Uhr, 27.05.2014, Bettina Scharkus, ARD Brüssel
Stand: 27.05.2014 13:36 Uhr

