Briefwahl zur Europawahl  | Bildquelle: imago images / Cord

Europawahl 2019 So funktioniert die Briefwahl

Stand: 17.05.2019 07:56 Uhr

Bei der Europawahl 2019 wird voraussichtlich mehr als jeder vierte Wähler in Deutschland seine Stimme per Briefwahl abgeben. Bis wann ist das noch möglich und was ist dabei zu beachten? Ein Überblick.

In Deutschland entscheiden sich seit Jahren immer mehr Bürger für die Möglichkeit, ihre Stimmzettel in Ruhe zu Hause auszufüllen und per Post abzuschicken, anstatt am Wahltag ins Wahllokal zu gehen. Schon bei der Europawahl 2014 erreichte der Anteil der Briefwähler mit 25,3 Prozent einen Rekordwert, der bei der Bundestagswahl 2017 mit 28,6 Prozent noch übertroffen wurde. Für die Europawahl 2019 ist eine ähnliche Größenordnung zu erwarten.

Wahlschein beantragen

Wer seine Stimme per Briefwahl abgeben will, muss einen Wahlschein beantragen - und zwar schriftlich oder persönlich bei seiner Gemeinde. Der einfachste Weg besteht darin, den entsprechenden Vordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung auszufüllen und an die Gemeinde zurückzuschicken. Vielerorts kann der Wahlschein samt den Briefwahlunterlagen auch online angefordert werden.

Grundsätzlich empfiehlt der Bundeswahlleiter, Briefwahl frühzeitig zu beantragen. Möglich ist das aber bis zum Freitag, 24. Mai 2019, um 18.00 Uhr. Bei speziellen Fällen wie einer akuten Erkrankung kann ausnahmsweise sogar noch am Wahltag (26. Mai 2019) bis 15.00 Uhr ein Wahlschein beantragt werden.

Stimmzettel ausfüllen und in den blauen Umschlag stecken

Wer Briefwahl beantragt hat, bekommt neben dem Wahlschein einen Stimmzettel sowie zwei Umschläge zugeschickt. Um zu wählen, kreuzt man auf dem Stimmzettel die Liste einer Partei an, legt ihn in den blauen Umschlag und klebt diesen zu.

Ein Stimmzettel für die Europawahl | Bildquelle: a (Korinth)
galerie

Der Stimmzettel wird nach der Stimmabgabe in den blauen Umschlag gelegt.

Wahlschein und blauen Umschlag in den roten Umschlag stecken

Dann unterschreibt man die eidesstaatliche Erklärung auf dem Wahlschein und legt diesen zusammen mit dem blauen Umschlag in den roten Wahlbriefumschlag und klebt auch diesen zu.

Auf dem roten Umschlag steht bereits die Adresse, an die der Wahlbrief geschickt werden muss. Er kann einfach in einen Briefkasten der Deutschen Post eingeworfen werden. Eine Briefmarke ist nicht erforderlich - das Porto zahlt der Staat. Alternativ ist es auch möglich, den roten Wahlbriefumschlag direkt bei der Stelle abzugeben, deren Adresse darauf vermerkt ist.

Roten Umschlag rechtzeitig losschicken

Briefwahlstimmen können nur berücksichtigt werden, wenn sie am Wahlsonntag bis spätestens 18.00 Uhr bei der zuständigen Stelle eingegangen sind. Wahlbriefumschläge sollten daher rechtzeitig zurückgeschickt werden, um sicher sein zu können, dass sie rechtzeitig ankommen. Der Bundeswahlleiter empfiehlt, den Wahlbrief spätestens drei Werktage vor dem Wahlsonntag loszuschicken.

Über dieses Thema berichtete das Erste in der Wahlarena am 07. Mai 2019 um 20:15 Uhr.

Darstellung: