Ermittler untersuchen einen abgestellten Lkw | Bildquelle: picture alliance / Alex Halada /

Tod im Kühllaster Schleuser zu 25 Jahren Haft verurteilt

Stand: 14.06.2018 13:42 Uhr

In Ungarn sind mehrere Schleuser zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten vor zwei Jahren 71 Menschen in einem Lkw auf einer Autobahn in Österreich ersticken lassen.

Im Prozess um den Tod von 71 Flüchtlingen in einem Kühllastwagen hat ein ungarisches Gericht vier Angeklagte zu jeweils 25 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht im südungarischen Kecskemet sah es als erwiesen an, dass die drei Bulgaren - der Fahrer des Lastwagens, der Fahrer des Begleitfahrzeugs und ein Organisator - sowie der afghanische Bandenchef die 71 Menschen getötet haben. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

Flüchtlinge waren im Laderaum erstickt

Der abgestellte Lkw mit den Leichen der Flüchtlinge war am 27. August 2015 auf einer Autobahn in Österreich gefunden worden. Das Fahrzeug war am Tag zuvor von Südungarn abgefahren. Die Flüchtlinge im Laderaum waren nach spätestens drei Stunden qualvoll erstickt. Die Bande habe Schreien und Klopfen der Menschen einfach ignoriert, hatte die Staatsanwaltschaft den Schleppern vorgeworfen.

Schleuser-Prozess in Ungarn | Bildquelle: AFP
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Urteil im Prozess gegen die Schleuser, die für den Tod von 71 Flüchtlingen in einem Kühllaster verantwortlich gemacht wurden.

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen begann vor knapp einem Jahr in Kecskemet. In dem komplexen Verfahren wurden 25 weitere Schlepperfahrten nach Deutschland und Österreich verhandelt. Außer den für die Todesfahrt mit dem Kühllaster Angeklagten standen zehn weitere Männer aus Bulgarien, Afghanistan und dem Libanon vor Gericht. Sie erhielten Gefängnisstrafen zwischen drei und zwölf Jahren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juni 2018 um 15:00 Uhr.

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