Eilmeldung

Eilmeldung Deutsche Vertretungen in der Türkei: Steinmeier spricht von konkreter Terrorgefahr

Stand: 17.03.2016 11:28 Uhr

Die deutschen Vertretungen in der Türkei sind wegen "sehr konkreter Hinweise" auf geplante Terroranschläge geschlossen worden. Das sagte Bundesaußenminister Steinmeier in Berlin. Die Schutzvorkehrungen würden erhöht.

Menschen sollen Umgebung meiden

In Istanbul forderte das Konsulat Bundesbürger auf, die Umgebung des Generalkonsulats zu meiden. Die diplomatische Vertretung liegt in der Nähe des Taksim-Platzes. Die deutsche Schule ist etwa eineinhalb Kilometer Luftlinie entfernt an der Fußgängerzone Istiklal Caddesi.

Kurdenorganisation bekennt sich zu Anschlag in Ankara

Ein Selbstmordattentäter hatte im Januar in Istanbul zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde der Terrormiliz "Islamischer Staat" zugerechnet. In Ankara waren am Sonntag bei einem Anschlag 37 Menschen getötet worden. Die Regierung machte kurz nach dem Attentat die kurdische Arbeiterpartei PKK für diese Tat verantwortlich.

Jetzt hat sich die extremistische Kurdenorganisation Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) zu dem Anschlag bekannt. Die TAK wird dem Umfeld der PKK zugerechnet. Der Angriff in der türkischen Hauptstadt vom Sonntag sei eine Vergeltung für das Vorgehen der türkischen Truppen gegen die Kurden im Südosten der Türkei gewesen, erklärte die Gruppe in einem auf ihrer Internetseite veröffentlichten Bekennerschreiben.

Die Deutsche Botschaft in Ankara hatte Bundesbürger bereits am Dienstag vor neuen Anschlägen in der Hauptstadt gewarnt. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Mittwoch an, demokratische Werte nun dem Kampf gegen den Terrorismus unterzuordnen und Terroristen künftig mit der "Eisenfaust" zu bekämpfen.

Weitere Informationen in Kürze.

Darstellung: