Eilmeldung

Eilmeldung Syrien-Friedensgespräche bis Ende Februar ausgesetzt

Stand: 03.02.2016 19:08 Uhr

Die Syrien-Friedensgespräche in Genf werden bis Ende Februar unterbrochen. Das sagte der UN-Syrienbeauftragte Staffan de Mistura.

UN-Sondervermittler Staffan de Mistura | Bildquelle: REUTERS
galerie

UN-Sondervermittler Staffan de Mistura

Es sei "noch Arbeit zu erledigen", sagte der UN-Gesandte weiter. Zuvor hatte er in Genf tagelang versucht, in getrennten Treffen mit Vertretern der syrischen Regierung und der Opposition die indirekten Verhandlungen zum Laufen zu bringen und eindringlich vor einem Scheitern der Gespräche gewarnt.

260.000 Tote seit März 2011

Am Nachmittag war der Chef des wichtigsten syrischen Oppositionsbündnisses und frühere Ministerpräsident Riad Hidschab nach Genf gekommen, um die vom Scheitern bedrohten Friedensgespräche zu retten.

Das Hohe Verhandlungskomitee (HNC) der syrischen Opposition verlangt vor der Aufnahme ernsthafter Verhandlungen humanitären Zugang zu allen von Regierungssoldaten belagerten Städten, die Freilassung tausender Gefangener und ein Ende der Luftangriffe auf Zivilisten seitens des Assad-Militärs und Russlands. Das weist Russland zurück.

Im syrischen Bürgerkrieg sind seit März 2011 rund 260.000 Menschen getötet worden. Grundlage der Genfer Gespräche ist die Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats vom 18. Dezember. Diese sieht einen mehrstufigen Zeitplan zur Beendigung des Konflikts vor, an dessen Ende eine Übergangsregierung stehen soll.

Darstellung: