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Rücktritt Niersbach | Bildquelle: dpa

Eilmeldung WM-Affäre 2006: DFB-Präsident Niersbach tritt zurück

Stand: 09.11.2015 17:31 Uhr

Wolfgang Niersbach ist von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten. Der 64-Jährige zieht damit die Konsequenzen aus seiner Verwicklung in die Affäre um die WM 2006. Das gab der Verband nach dem Krisengipfel in Frankfurt/Main bekannt.

Die WM-Affäre kostst DFB-Präsident Wolfgang Niersbach das Amt: Nach einer Sitzung des Verbands-Präsidiums erklärte der 64-Jährige seinen Rücktritt. Niersbach stand wegen dubioser Geldflüsse im Zusammenhang mit der WM 2006 unter Druck. Dabei geht es um 6,7 Milionen Euro, die das deutsche WM-Organisationskomitee 2005 über den Umweg über den Fußball-Weltverband (FIFA) an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwiesen aber bewusst falsch deklariert hatte.

Verwendung des Millionentransfers noch unklar

Es handelte sich um eine Rückzahlung an Louis-Dreyfus - wofür die von ihm offenbar geliehenen Millionen verwendet wurden, ist noch unklar. Niersbach, der damals Generalsekretär des DFB und Mitglied des WM-Organisationskomitees war, hatte erklärt, er habe erst in diesem Sommer von den Millionentransfers erfahren.

Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt inzwischen die Frankfurter Staatsanwaltschaft. Sie hatte in der vergangenen Woche die Gechäftsräume des DFB und unter anderem auch Niersbachs Privatwohnsitz durchsuchen lassen.

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