Bildergalerie: Großbritannien und die EU: Vom Beitritt bis zum Brexit

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Großbritannien und die EU: Vom Beitritt bis zum Brexit

Britische Premierminister Edward Heath unterzeichnet den Beitrittsvertrag zur Europäischen Gemeinschaft im Palais d'Egmont in Brüssel.

Im Palais d’Egmont in Brüssel unterzeichnet Großbritanniens damaliger Premierminister Edward Heath am 22. Januar 1972 den Vertrag zum Beitritt zu den Europäischen Gemeinschaften (EG). Am 01. Januar 1973 wird Großbritannien offizielles Mitglied. | Bildquelle: AP

Britische Premierminister Edward Heath unterzeichnet den Beitrittsvertrag zur Europäischen Gemeinschaft im Palais d'Egmont in Brüssel.

Im Palais d’Egmont in Brüssel unterzeichnet Großbritanniens damaliger Premierminister Edward Heath am 22. Januar 1972 den Vertrag zum Beitritt zu den Europäischen Gemeinschaften (EG). Am 01. Januar 1973 wird Großbritannien offizielles Mitglied.

Margaret Thatcher vor einem Wahllokal am 5. Juni 1975

Zwei Jahre nach dem Beitritt in die EG müssen die Briten schon wieder über einen Austritt abstimmen. Das Foto zeigt die neue Parteichefin der Tories, Margaret Thatcher, am 5. Juni 1975 vor einem Wahllokal. Für sie und ihre Partei gilt es, die Mitgliedschaft zu erhalten. Am Ende entscheiden sich über zwei Drittel der britischen Bevölkerung für den Verbleib in den EG.

David Cameron bei einer Rede am 23. Januar 2013

Im Januar 2013 macht der damalige Premierminister David Cameron ein folgenschweres Versprechen: In einer Grundsatzrede zur EU sagt er seinen Landsleuten im Falle seiner Wiederwahl ein Referendum über Verbleib in EU zu.

Stimmzettel werden bei der Auszählung Kategorie-Boxen Austritt, Verbleib oder als nicht eindeutig zugeordnet.

Raus aus der EU oder bleiben? Am 23. Juni 2016 stimmen die Briten ab und entscheiden sich mit knapp 52 Prozent für einen Austritt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 72 Prozent.

Der ehemalige britische Premierminister Cameron erklärt am 23. Januar 2013 seinen Rücktritt.

Cameron, der sich vor der Wahl für den Verbleib in der EU ausgesprochen hat, kündigt daraufhin seinen Rücktritt an. Bei den Tories beginnt die Suche nach einem Nachfolger.

Theresa May

Eine Frau an die Macht: Nach Camerons Rücktritt übernimmt Theresa May im Juni 2016 den Job der Premierministerin - sie kündigt einen "harten Brexit" an.

Theresa May unterschreibt die Brexit-Erklärung

Der Moment, auf den Brexit-Befürworter gewartet haben: Am 29. März 2017 unterschreibt May das Austrittsgesuch und löst damit Artikel 50 des EU-Vertrags aus, zum ersten Mal in der Geschichte der EU. Angepeilter Austrittstermin ist der 29. März 2019.

Theresa May mit Vizepremier Damian Green (rechts), DUP-Chefin Arlene Foster, deren Stellvertreter Nigel Dodds (links) und dem DUP-Abgeordneten Jeffrey Donaldson (3. von links)

Im Juni 2017 finden auf Mays Wunsch vorgezogenen Neuwahlen statt. Dabei verliert ihre Partei überraschend die Mehrheit im Unterhaus. Mays Regierung muss sich nun von der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) unterstützen lassen.

Theresa May und Jean-Claude Juncker

November 2018: Die britische Regierung und die EU einigen sich auf eine Austrittsvereinbarung. Im britischen Parlament kommt die jedoch nicht gut an. Streit gibt es vor allem um den Backstop, der eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland verhindert soll.

Premierministerin May verteidigt im Parlament ihre Brexit-Pläne.

Nachdem sich im Parlament eine klare Niederlage für Mays Brexit-Deal abzeichnet, verschiebt die Premierministerin die Abstimmung. Am 12. Dezember 2018 übersteht sie ein Misstrauensvotum aus ihrer eigenen Fraktion - später scheitert auch der Misstrauenantrag durch die oppositionelle Labour-Partei. Doch den geplanten Austrittstermin kann May nicht einhalten.

EU-Ratspräsident Donald Tusk

EU-Ratspräsident Tusk ruft einen Sondergipfel für den 10. April 2019 ein. Die Staats-und Regierungschefs der EU-Länder einigen sich darauf, den Austrittstermin auf den 31. Oktober zu verschieben. Das heißt: Großbritannien nimmt doch nochmal an der Europawahl teil.

Theresa May verkündet am 24. Mai 2019 ihren Rücktritt

May gibt auf: Am Ende ist der Widerstand in ihrer eigener Partei zu groß. Unter Tränen kündigt sie am 23. Mai ihren Rücktritt an. „Mich wird immer das tiefe Bedauern begleiten, dass ich den Brexit nicht verwirklichen konnte“, sagt sie während ihres Statements in Downing Street.

Boris Johnson und Königin Elizabeth II.

Time for Boris: Die Tories wählen Boris Johnson zum neuen Parteichef - er wird neuer britischer Premierminister. Beim Amtsantritt verspricht er: Großrbitannien wird die EU am 31. Oktober verlassen - mit oder ohne Deal.

Der britische Premierminister Boris Johnson.

Doch auch Johnson muss ein Versprechen brechen: Im September verabschiedet das Parlament ein Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit. Damit kann der Premier den Austritt zum 31. Oktober nicht mehr vollziehen - der Termin wird letztlich auf Ende Januar 2020 verschoben. Ende Oktober stimmt das Parlament für rasche Neuwahlen.

Boris Johnson jubelt nach seinem Wahlsieg

12. Dezember 2019: Johnsons konservative Tories feiern einen deutlichen Wahlsieg - sie gewinnen 47 Sitze und kommen jetzt auf 365 Sitze im Unterhaus. Damit hat Johnson die notwendige Mehrheit, um Großbritannien zum Ablauf der geltenden Frist am 31. Januar aus der EU führen. Am 20. Dezember stimmt das britische Unterhaus für Johnsons Austrittsvertragsentwurf.

Am 29. Januar stimmt das Europaparlament für den Brexit-Vertrag. Damit ist der Weg geebnet für einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union am späten Freitagabend. Die EU-Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Brüssel mit großer Mehrheit für das mehr als 500 Seiten starke Austrittsabkommen. Auch die 27 bleibenden EU-Staaten müssen noch einmal zustimmen. Das gilt als Formsache.

Der Weg für einen geregelten Brexit ist geebnet: Am 29. Januar stimmt das Europaparlament für den Austritts-Vertrag. Nach der Abstimmung fließen bei einigen britischen EU-Abgeordneten Tränen. Jetzt müssen auch sie das Europaparlament verlassen.

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