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09.02.2010

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Ausland
Zugunglück in Russland (Foto: AFP)
Zugentgleisung in Russland: Ermittler gehen von Anschlag aus
Viele Tote bei Zugentgleisung in Russland

Ermittler gehen von Anschlag aus

Das schwere Zugunglück im Nordwesten Russlands mit mindestens 30 Toten ist nach Angaben der Ermittler durch einen terroristischen Anschlag verursacht worden. Am Unfallort seien Splitter einer Bombe sowie ein trichterförmiges Loch von mehr als einem Meter Tiefe entdeckt worden, sagte Behördensprecher Wladimir Markin nach Angaben der Agentur Interfax.

Nach Informationen des Inlandgeheimdienstes FSB hatte der selbstgebaute Sprengkörper eine Wucht von sieben Kilogramm TNT. Details nannte FSB- Chef Alexander Bortnikow bei einem Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew nicht. In Moskau trat ein Krisenkabinett zusammen.

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Nahe der Gleise am Tatort zwischen den Regionen Nowgorod und Twer wurde laut Interfax ein Krater mit einem Meter Durchmesser entdeckt. Augenzeugen hätten kurz vor dem Entgleisen der Waggons einen Knall gehört. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitierte eine andere Quelle, wonach möglicherweise ein Sprengsatz unter einem der Waggons angebracht war.

Mit fast 660 Reisenden voll besetzt

Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums entgleisten vier der insgesamt 14 Waggons des mit fast 660 Passagieren besetzten Newski Express. Er ist der schnellste Zug zwischen den beiden russischen Großstädten, der außer von Pendlern auch gern von Touristen genutzt wird.

Bereits im August 2007 war der Newski Express in der Region Ziel eines Anschlags gewesen. Dabei waren rund 60 Menschen verletzt worden. Damals waren tschetschenische Rebellen verantwortlich gemacht worden, allerdings wurde die Tat nie geklärt.

Stand: 28.11.2009 14:48 Uhr
 

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