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Bei einem schweren Zugunglück im Nordwesten Russlands sind mindestens 39 Menschen getötet und über 60 Passagiere verletzt worden. Diese Opferzahlen bestätigte ein Vertreter des russischen Katastrophenschutzes, wie die Agentur Interfax berichtete. Unter den Trümmern der entgleisten Waggons vermuten die Retter noch mindestens sechs Opfer.
[Bildunterschrift: Nach dem Zugunglück: Polizisten koordinieren die Weiterfahrt der Passagiere des verunglückten Zuges. ]
Rund 500 Passagiere wurden inzwischen mit dem Hochgeschwindigkeitszug "Sapsan" nach St. Petersburg gebracht. Vier Waggons des Schnellzugs "Newski Express" von Moskau nach St. Petersburg waren am Freitagabend aus den Schienen gesprungen. Die Untersuchungen hatten noch kein eindeutiges Ergebnis zur Ursache des Unglücks erbracht. Ein Anschlag werde weiterhin nicht ausgeschlossen, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörden.
Ermittler hätten am Unfallort nahe der Stadt Bologoje ein trichterförmiges Loch mit einem Durchmesser von rund einem Meter "wie von einer Explosion" entdeckt. Kremlchef Dmitri Medwedjew beauftragte den Inlandsgeheimdienst FSB mit Ermittlungen.
Im August 2007 hatte es auf der gleichen Strecke einen Anschlag mit etwa 60 Verletzten gegeben. Die Verbindung zwischen den beiden größten Städten des Landes ist vielbefahren, die Hochgeschwindigkeitszüge sind oft voll besetzt.
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