Frankreich: Mindestens sechs Tote bei Zugunglück

Entgleister Zug nahe Paris

Mindestens sechs Tote bei Zugunglück

In der Nähe von Paris sind bei einem Zugunglück offenbar mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Dutzend Personen wurden verletzt, neun von ihnen schwer. Das sagte Frankreichs Innenminister Manuel Valls. Nach den ersten Angaben der Behörden war der Zug in Brétigny-sur-Orge im Département Essonne südlich von Paris entgleist. Ein Zugteil wurde nach Polizeiangaben auf einen Bahnsteig geschleudert. In ersten Berichten war die Rede von acht Toten. Die zuständige Präfektur löste den "roten Alarmplan" für Unglücke mit "zahlreichen Opfern" aus.

Zugunglück mit mehreren Toten in der Nähe von Paris
tagesthemen 21:45 Uhr, 12.07.2013, Ellis Fröder, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Der "rote Alarmplan" wurde um 17.23 Uhr ausgelöst, nachdem die Regionalbahn Paris-Limoges mit hoher Geschwindigkeit in Brétigny-sur-Orge eingefahren und dort "aus unbekannten Gründen in zwei Teile gerissen" wurde, wie von der Polizei zu erfahren war. Das französische Innenministerium bestätigte, dass der "rote Alarmplan" ausgelöst wurde.

Der Intercity-Zug war voll besetzt und auf dem Weg nach Limoges, als er entgleiste. An Bord befanden sich nach Angaben der Eisenbahngesellschaft SNCF etwa 350 Passagiere. Vier Waggons seien an der Unglücksstelle aufeinander getürmt, sagte ein SNCF-Sprecher.

Zugunglück Paris (Bildquelle: AP)
galerie

In dem Zug fuhren 350 Passagiere.

Der Bürgermeister von Brétigny sprach von einem "apokalyptischen" Anblick. "Alle laufen wie wild in alle Richtungen. Es herrscht Panik", sagte er der Zeitung "Le Parisien". Vor dem Bahnhof standen Dutzende Feuerwehr- und Polizeiwagen, das gesamte Bahnhofsviertel wurde abgesperrt, um die Rettungsarbeiten zu erleichtern.

Stand: 12.07.2013 19:05 Uhr

Darstellung: