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Papst Benedikt XVI. hat sich bei einem Krisengespräch über den Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen seiner Heimat informiert. Benedikt empfing den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, im Vatikan.
[Bildunterschrift: Bischof Zollitsch und Papst Benedikt XVI ]
Im Anschluss an das Treffen sagte Zollitsch, Benedikt XVI. habe die Fälle tief betroffen und bestürzt zur Kenntnis genommen. Der Erzbischof entschuldigte sich erneut für die Missbrauchsfälle. Die Kirche unternehme alle Anstrengungen, die Taten aufzuklären, den Opfern beizustehen und eine Wiederholung zu vermeiden. Der Papst habe ihn ermutigt auf diesem Weg weiterzugehen. "Wir nehmen unsere Verantwortung sehr deutlich wahr", fügte Zollitsch nach der 45-Minuten-Audienz an. "Wir wollen die Wahrheit aufdecken, die Opfer haben ein Recht darauf", bekräftigte der Erzbischof. Kindesmissbrauch sei allerdings nicht nur ein Problem der katholischen Kirche.
Der Termin bei dem deutschen Papst galt eigentlich einem routinemäßigen Bericht über die jüngste Versammlung der Bischöfe in Freiburg. Doch dann rückte der sich ausweitende Skandal um Missbrauch an Minderjährigen vor allem in katholischen Einrichtungen Deutschlands in den Brennpunkt. Benedikt XVI. hatte vor einem Monat die tausendfachen irischen Missbrauchsfälle als "abscheuliches Verbrechen" gegeißelt und dann "Null Toleranz", Aufklärung und Vorbeugung verlangt. Die deutschen Bischöfe hatten den staatlichen Behörden vorbehaltlose Unterstützung bei der Verfolgung solcher Fälle zugesichert. Sie wollen zudem ihre Leitlinien für den Umgang mit Missbrauch in der Kirche klarer fassen.
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