Ägyptische Tigermücke

Zika-Virus WHO erklärt Notstand für beendet

Stand: 18.11.2016 20:51 Uhr

Der seit Februar wegen der Zika-Epidemie geltende weltweite Notstand ist beendet. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation in Genf mit. Das Virus bleibe aber auch langfristig ein Problem. Zika hatte sich im vergangenen Herbst vor allem in Südamerika ausgebreitet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den wegen der Zika-Epidemie weltweit geltenden Gesundheitsnotstand aufgehoben. Zwar bleibe das Virus "langfristig ein äußerst gewichtiges Problem", sagte David Heymann, der Vorsitzende des Notfall-Komitees der WHO für Zika. Doch es gebe keinen Notstand von globalem Ausmaß mehr.

Im vergangenen Herbst war in Brasilien eine Epidemie ausgebrochen, Tausende Ansteckungen wurden registriert. Anschließend breitete sich das Virus zunächst in Südamerika aus, bis Anfang des Jahres auch die USA erste Infektionen meldeten. Auch rund um die Olympischen Spiele, die im Sommer in Rio de Janeiro stattfanden, wurden erhöhte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Im Februar hatte die WHO den Notstand ausgerufen.

Risiko für Schwangere

Überträger des Zika-Virus sind die Asiatische Tigermücke sowie die Ägyptische Tigermücke, die auch Dengue-Fieber übertragen kann. Eine Ansteckung kann vor allem für schwangere Frauen zum Risiko werden, da die Babys mit Mikrozephalie geboren werden können, welche Missbildungen, Behinderungen und neurologische Störungen verursachen kann.

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 18. November 2016 um 21:45 Uhr.

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