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Rebellenoffensive in Zentralafrikanischer Republik
USA schließen Botschaft in Bangui
Wegen des Vormarsches von Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik haben die USA ihre Botschaft in der Hauptstadt Bangui geschlossen. Der Botschafter und seine Mitarbeiter seien ebenso wie andere US-Bürger und Ausländer ausgeflogen worden, teilte das US-Außenministerium mit. Ein Ministeriumssprecher begründete den Schritt mit der Sorge um die Sicherheit des Personals. Die Entscheidung habe keinen Einfluss auf die diplomatischen Beziehungen zum Land selbst.
Rebellenoffensive gegen Präsident Bozizé
Die Rebellenallianz Séléka hatte vor zwei Wochen ihre bewaffnete Offensive gegen Präsident François Bozizé begonnen. Die Aufständischen wollen seine Regierung offenbar stürzen, weil Bozizé eine Friedensvereinbarung aus dem Jahr 2007 gebrochen haben soll.
Am vergangenen Sonntag waren die Rebellen in Bambari einmarschiert, der drittgrößten Stadt des Landes. Zuvor hatten sie bereits wichtige Bergbaugebiete im Westen unter ihre Kontrolle gebracht. In den vergangenen Tagen rückten sie laut Medienberichten bis auf 300 Kilometer an die Hauptstadt heran.
Bozizé bat sowohl die ehemalige Kolonialmacht Frankreich als auch die USA um militärische Hilfe. Die Aufständischen müssten auf ihre früheren Positionen zurückgedrängt werden, damit es Friedensgespräche in Gabun geben könne. Bozizé ist seit einem Putsch 2003 an der Macht. In der Vergangenheit benötigte er bereits mehrmals ausländische Unterstützung, um Aufstände niederzuschlagen.
Frankreich lehnt Eingreifen ab
Er kann jedoch im aktuellen Konflikt mit keiner Unterstützung rechnen. Frankreich werde sich "in keiner Weise in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischen", sagte Präsident François Hollande. Die militärische Präsenz seines Landes in der Zentralafrikanischen Republik solle nicht "ein Regime beschützen", sondern die dortigen Franzosen.
Derzeit sind etwa 250 französische Soldaten auf dem Flughafen in Bangui stationiert, die einer Friedensmission angehören. Nach Angriffen von Demonstranten hatte Frankreich am Mittwoch seine Botschaft bereits mit Soldaten gesichert. Die Demonstranten sollen gegen Frankreichs Passivität in dem Konflikt protestiert haben.
Stand: 28.12.2012 05:17 Uhr
