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10.02.2010

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Ausland
Neue Krawalle in honduranischer Hauptstadt
Neue Krawalle in Honduras

Mindestens ein Zelaya-Anhänger getötet

Anhänger des gestürzten Präsidenten Zelaya (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Anhänger des gestürzten Präsidenten Zelaya auf der Straße ]
Nach der Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya nach Honduras sind erneut Tausende seiner Anhänger auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten in der Hauptstadt Tegucigalpa für eine Rückkehr Zelayas an die Macht. Nach Schätzungen von Augenzeugen beteiligten sich zwischen 10.000 und 15.000 Menschen an der Demonstration.

Dabei kam es erneut zu Krawallen, als tausende Anhänger Zelayas versuchten, Polizeisperren zu durchbrechen, um zur brasilianischen Botschaft vorzudringen, wo Zelaya seit Anfang der Woche Zuflucht gefunden hat. Die Interimsregierung hatte zuvor die seit Montag geltende Ausgangssperre für einige Stunden ausgesetzt, damit sich die Bevölkerung mit Lebensmitteln eindecken konnte.

Mindestens ein Demonstrant getötet

Wie die Polizei bestätigte, kam bei den Zusammenstößen zwischen Polizei und Anhängern Zelayas seit Montag ein Mann ums Leben. Ein weiterer Demonstrant soll Medienberichten zufolge in einem Krankenhaus seinen Schussverletzungen erlegen sein. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden bei den Zusammenstößen verletzt, einige durch Schüsse.

Geplünderter Supermarkt in Tegucigalpa (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Geplünderter Supermarkt in Tegucigalpa ]
Vor den Supermärkten und sonstigen Geschäften, wo es teilweise in der Nacht zuvor zu Plünderungen gekommen war, bildeten sich am Mittwoch lange Schlangen. Es kam zu chaotischen Szenen. Die Regierung rief die Menschen zur Ruhe auf und bat sie, keine Hamster- oder Panikkäufe zu tätigen. Auch vor den Tankstellen warteten die Menschen in langen Schlangen darauf, ihr Fahrzeug volltanken zu können. Am Abend beruhigte sich die Lage wieder.

Botschafter sollen zurückkehren

Der honduranische Ex-Präsident Zelaya in der brasilianischen Botschaft (Foto: AFP) [Bildunterschrift: Dem honduranischen Ex-Präsident Zelaya werfen seine Gegner Verfassungsbruch vor. ]
Die Staaten der Europäischen Union (EU) und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wollen die aus Honduras abberufenen Botschafter nach Honduras zurückschicken, wie der spanische Außenminister Miguel Ángel Moratinos und der Generalsekretär der OAS, José Miguel Insulza, am Rande der UN-Vollversammlung mitteilten. Mit dem Schritt wollten die Organisationen die des Amtes enthobene honduranische Regierung von Präsident Manuel Zelaya unterstützen, hieß es.

Der im Juni vom Militär gestürzte Zelaya war am Montag überraschend nach Honduras zurückgekehrt. Er hält sich seitdem in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa auf, die von honduranischen Sicherheitskräften umstellt ist. Übergangspräsident Roberto Micheletti hatte Zelaya ein Gesprächsangebot unterbreitet, es aber an weitreichende Bedingungen geknüpft.

Stand: 24.09.2009 05:29 Uhr
 

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