Deniz Yücel

Inhaftierter "Welt"-Korrespondent Zweiter Besuch bei Yücel genehmigt

Stand: 17.05.2017 13:54 Uhr

Die Türkei erlaubt zum zweiten Mal eine konsularische Betreuung des seit Monaten dort inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. "Das begrüßen wir", kommentierte der deutsche Außenamtssprecher die Entscheidung.

Die Türkei erlaubt zum zweiten Mal eine konsularische Betreuung des seit Monaten dort inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Der deutsche Generalkonsul in Istanbul, Georg Birgelen, werde Yücel am Donnerstag in der Haft besuchen können, sagte der deutsche Außenamtssprecher Martin Schäfer in Berlin. "Das begrüßen wir", kommentierte Schäfer die Entscheidung der türkischen Behörden.

Birgelen hatte Yücel, der seit dem Mitte Februar in der Türkei inhaftiert ist, bisher nur einmal Anfang April im Gefängnis von Silivri besuchen können. Eine weitere konsularische Betreuung des Korrespondenten der Zeitung "Die Welt" wurde von türkischer Seite trotz intensiven Drängens der Bundesregierung verweigert.

Ein Schild mit der Aufschrift #FreeDeniz | Bildquelle: AP
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#FreeDeniz: Unter diesem Stichwort fordern Menschen weltweit die Freilassung des "Welt"-Korrespondenten.

Vorwurf der Terrorpropaganda

Yücel, der die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte sich im Februar der Polizei in Istanbul zur Befragung gestellt und war daraufhin in Gewahrsam genommen worden. Zwei Wochen später ordnete ein Haftrichter an, den Journalisten wegen "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" in U-Haft zu nehmen. Gemäß geltendem Recht kann diese bis zu fünf Jahren dauern.

Die Bundesregierung hält die Anschuldigungen gegen Yücel für abwegig. Auch zahlreiche weitere Journalisten, vorwiegend Türken, sind in der Türkei inhaftiert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Mai 2017 um 14:00 Uhr

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