Binali Yildirim | Bildquelle: AFP

Türkischer Premier "Deutschland muss sich zu uns bekennen"

Stand: 16.05.2017 13:24 Uhr

Der türkische Premier Yildirim hat Deutschland aufgefordert, sich zwischen der Freundschaft zur Türkei und den angeblichen Separatisten zu entscheiden. Hintergrund ist der Streit um politisches Asyl für türkische Soldaten in Deutschland.

Angesichts der Spannungen um Asyl für türkische Soldaten in Deutschland hat Ministerpräsident Binali Yildirim von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Türkei gefordert. Deutschland müsse sich für die Gegner Ankaras oder für die Türkei entscheiden, sagte er vor der Fraktion der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara.

"Wenn es seine Beziehungen mit der Türkei ausbauen will und sein seit jeher bestehendes Freundschaftsband zur Türkei noch mehr stärken will, dann muss es sich der Republik Türkei zuwenden und nicht den Separatisten und Gülen-Anhängern", so Yildirim. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Putsch vom Juli 2016 verantwortlich.

Michael Schramm, ARD Istanbul, über Yildrims Forderung an Deutschland
tagesschau 14:00 Uhr, 16.05.2017

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Bundesregierung droht mit Abzug

Am Montag hatte Ankara mehreren Bundestagsabgeordneten einen für heute geplanten Besuch des Stützpunktes Incirlik untersagt, weil die Bundesregierung türkischen Soldaten Asyl gewährt hatte. Yildirim sagte, diese Soldaten seien in den Putschversuch involviert gewesen.

Die Bundesregierung droht nun erstmals offen mit einem Abzug der deutschen "Tornado"-Aufklärungsjets, die sich von der Türkei aus am Anti-IS-Kampf beteiligen. Kanzlerin Angela Merkel hatte Jordanien als möglichen Ausweichstandort genannt.

Weitere Festnahmen in der Türkei

Unterdessen berichten türkische Medien von weiteren Festnahmen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putsch. Betroffen seien 85 Mitarbeiter aus dem Energie- und dem Bildungsministerium, berichtete der Sender CNN Türk am.

Seit dem Putschversuch wurden in der Türkei rund 50.000 Menschen festgenommen. Zudem wurden 150.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, der Justiz, der Polizei und des Militärs entlassen oder vom Dienst suspendiert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Mai 2017 um 14:00 Uhr.

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