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29.05.2012

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Ausland
Wulff besucht Katastrophengebiet von Fukushima
Wulff besucht Fukushima-Region

Ein Zeichen der Anteilnahme für die Tsunami-Opfer

Zehntausende Japaner leben nach der Atomkatastrophe von Fukushima noch immer in Notunterkünften - ohne Perspektive auf Rückkehr in ihre alten Häuser. Für viele von ihnen war der Besuch von Bundespräsident Wulff in der Katastrophenregion ein wichtiges Zeichen.

Von Peter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio

Es war ein Zeichen, das für die Japaner eine besondere Bedeutung hatte. Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat während seines Japan-Aufenthaltes das Katastrophengebiet besucht. Die Region um die Stadt Iwaki liegt rund 150 Kilometer nördlich von Tokio. In Behelfsunterkünften leben dort Menschen, die aus der 20-Kilometer-Sperrzone rund um das havarierte AKW Fukushima evakuiert worden sind.

Ihnen wie allen anderen Betroffenen der dreifachen Katastrophe vom 11. März versprach der Bundespräsident weiterhin die Unterstützung Deutschlands. Rund 80.000 Menschen mussten wegen der Atomkatastrophe ihre Häuser verlassen, rund 16.000 Menschen kamen durch das schwere Erdbeben und den Tsunami ums Leben. Im Küstenort Toyama konnte sich Christian Wulff selbst ein Bild von der Zerstörungskraft des Tsunami machen, ehe er mit dem Gouverneur der Präfektur Fukushima und dem Bürgermeister von Iwaki sprach.

Wulff in Japan (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Wulff besuchte auch den Küstenort Toyoma, den der Tsunami fast komplett auslöschte. Zwar ist mittlerweile alles aufgeräumt, aber nicht wieder aufgebaut. ]

Ehrendoktorwürde für das Staatsoberhaupt

Zuvor war ihm von der Universität Tsukuba die Ehrendoktorwürde verliehen worden. In seiner Dankesrede hatte der Bundespräsident den Atomausstieg Deutschlands als Jahrhundertprojekt bezeichnet. Die Energiewende vollziehe sich in Deutschland aber in vielen kleinen Schritten. Für die japanische Öffentlichkeit jedoch war das direkte Gespräch in Iwaki mit den rund 50 ausgewählten, evakuierten Menschen aus der Sperrzone das wichtigste Zeichen der Solidarität zwischen Deutschland und Japan. Die beiden Länder begehen derzeit den 150. Jahrestag der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen. 

Audio: Bundespräsident Wulff besucht Fukushima-Region

AudioPeter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio 25.10.2011 15:22 | 1'27
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Japan Dossier
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Stand: 25.10.2011 15:17 Uhr
 

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