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Bei einer Demonstration gegen ein bevorstehendes Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf ist es zu Ausschreitungen gekommen. Rund 200 gewalttätige Demonstranten schlugen Fensterscheiben ein und setzten nach Behördenangaben mehrere Fahrzeuge in Brand. Die Kantonspolizei setzte Tränengas, Gummigeschosse und einen Wasserwerfer ein und verbot dem Demonstrationszug, seinen Marsch von der Innenstadt bis zum WTO-Gebäude fortzusetzen. 19 Demonstranten seien festgenommen worden.
Gemäßigte Demonstranten zeigten sich empört, dass das Anliegen nicht mit friedlichen Mitteln vorgebracht werden konnte. "Probleme löst man nicht mit Gewalt", empörte sich der Genfer Nationalrat Carlo Sommaruga.
Insgesamt beteiligten sich an der Kundgebung nach Polizeiangaben 3000 Menschen, die Organisatoren sprachen von rund 5000 Demonstranten. Unter den Teilnehmern waren neben Globalisierungskritikern von Attac und anderen Organisationen auch Mitglieder der Schweizer Grünen und der Linkspartei Solidarités.
Die Demonstration sei ein starkes und internationales Zeichen gegen die Politik der WTO und deren soziale und ökologische Folgen gewesen, teilten die Organisatoren anschließend mit. Sie bedauerten, dass die Kundgebung nicht zu Ende geführt und nicht alle Reden gehalten werden konnten.
Der Protest richtete sich gegen die Liberalisierung des Welthandels und die Praxis des Agrardumpings auf Kosten von Entwicklungsländern und heimischer Milchbauern. Anlass war das am Montag am Sitz der WTO in Genf beginnende Ministertreffen. Der WTO gehören 153 Mitgliedsstaaten an.
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