Der designierte FBI-Chef Christopher Wray auf einem Foto aus dem Jahr 2003 | Bildquelle: REUTERS

Comey-Nachfolge Früherer Bush-Mitarbeiter soll FBI-Chef werden

Stand: 07.06.2017 16:17 Uhr

US-Präsident Trump hat einen Nachfolger für den entlassenen FBI-Direktor Comey ausgewählt. Der Rechtsanwalt Christopher Wray soll an dessen Stelle treten. Wray war während der Amtszeit von George W. Bush Vize-Justizminister.

US-Präsident Donald Trump will Christopher A. Wray zum FBI-Direktor machen. Das gab Trump auf Twitter bekannt. In einer Kurznachrichtenbotschaft schrieb Trump, Wray sei ein "Mann mit tadellosen Zeugnissen". Weitere Informationen nannte Trump in dem Tweet nicht, der mit den Worten "Einzelheiten folgen" endet.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
I will be nominating Christopher A. Wray, a man of impeccable credentials, to be the new Director of the FBI. Details to follow.

Wray arbeitet derzeit als Anwalt in Washington D.C.. Zuvor war er als Rechtsanwalt für den Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, tätig. Während der Amtszeit von Präsident George W. Bush war Wray Vize-Justizminister. Er ist Absolvent der Eliteuniversität Yale.

Senat muss Kandidaten bestätigen

US-Medien kommentierten Wrays voraussichtliche Nominierung als vergleichsweise sichere Bank, sowohl bei seiner Bestätigung im Senat als auch für das FBI selbst. Die krisengeschüttelte Bundespolizei werde Wrays Nominierung mit Erleichterung aufnehmen, schrieb die "New York Times". Wray wird als geradlinig, effizient und sehr direkt beschrieben.

Der Chef der Bundespolizei wird vom Präsidenten ernannt und muss vom Senat mit einer einfachen Mehrheit bestätigt werden. Wray folgt auf James Comey, den Trump am 9. Mai fristlos entlassen hatte.

Comey könnte Trump schwer belasten

Trump machte seine Mitteilung nur wenige Stunden vor einer mit Spannung erwarteten Anhörung führender Geheimdienstler vor dem Senat. Am Donnerstag wird Comey selbst von einem Senatskomitee befragt.

Dieser Termin gilt als einer der bisher wichtigsten in Trumps Präsidentschaft. Sollte Comey aussagen, Trump habe versucht, FBI-Ermittlungen in der Russland-Affäre zugunsten seiner Regierung zu beeinflussen, würde das den US-Präsidenten politisch schwer belasten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. Juni 2017 um 14:00 Uhr.

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