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Flugausfälle, gesperrte Autobahnen und verspätete Züge: Zu Wochenbeginn haben arktische Kälte, Eis und überfrierende Nässe in ganz Europa ein Verkehrschaos ausgelöst. Vielerorts ging gar nichts mehr.
In Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Belgien wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schipol verbrachten 700 Menschen die Nacht zu heute deswegen auf Feldbetten. Auch der Bahnverkehr war in den Niederlanden wegen des kalten Wetters so stark beeinträchtigt, dass die Bahngesellschaften den Pendlern rieten, zu Hause zu bleiben. Auch in Bulgarien stand der Verkehr weitgehend still. Im Süden Frankreichs waren zudem zwei Millionen Menschen ohne Strom.
[Bildunterschrift: Schneebedingter Stillstand auf dem Flughafen in Madrid ]
Auf dem Flughafen von Madrid wurden 148 Flüge gestrichen. Tausende von Passagieren saßen fest. Manche Maschinen hatten fünf bis sieben Stunden Verspätung. Auf den wichtigsten Zufahrtsstraßen zur spanischen Hauptstadt brach nach heftigen Schneefällen der Verkehr völlig zusammen. Auch der Zugverkehr auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken musste zeitweise unterbrochen werden. Am Nachmittag normalisierte sich die Lage allmählich, nachdem die Schneefälle immer mehr in Regen übergegangen waren.
Europaweit waren die Temperaturen weiterhin sehr frostig. Sie erreichten in Sibiu in Rumänien minus 20 Grad und sogar in Venedig sank das Thermometer auf minus sieben Grad. In Polen erfroren am Wochenende 42 Menschen. Nach Polizeiangaben gab es allein am Sonntag bei Temperaturen von minus 20 Grad 21 Todesfälle. In der Ukraine starben 27 Menschen wegen Kälte und Unfällen. Auch Österrich beklagte drei Kältetote.
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