Südkoreanische Soldaten kontrollieren einen Besucher am Olympia-Eisstadion in Gangneung | Bildquelle: AFP

Winterspiele in Südkorea Norovirus in der Olympia-Stadt

Stand: 08.02.2018 12:21 Uhr

Im südkoreanischen Pyeongchang infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Norovirus - kurz vor den Winterspielen. Athleten sind noch nicht betroffen. Auswirkungen auf die Spiele gibt es aber schon.

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele ist die Zahl der Erkrankungen durch das Norovirus in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang deutlich gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldet inzwischen 128 Infizierte, die unter Quarantäne gestellt worden seien. Am Dienstag war noch von 32 Fällen die Rede, insgesamt wurden rund 1200 Menschen sicherheitshalber isoliert.

Ein Mann desinfiziert seine Hände am Eingang zu einer Cafeteria in Gangneung, Südkorea | Bildquelle: AP
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Trotz Hygienemaßnahmen konnte sich das Novovirus in der Olympia-Stadt Pyeongchang ausbreiten.

Unter den neu aufgetretenen Fällen sind demnach 38 Wachleute - aber auch Polizisten, Mitarbeiter der Sportstätten und Journalisten. Nicht alle Infizierten wohnten in derselben Unterkunft, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Experten der Behörden vermuten kontaminiertes Wasser als Grund für den Ausbruch. Sie rechnen damit, dass noch mehr Erkrankungen gemeldet werden - auch, weil die Behörden weitere Gebiete überprüfen.

Weil viele der Erkrankten im Sicherheitsbereich tätig waren, wurden rund 900 Militärangehörige herangezogen. Sie sollen dabei helfen, 20 Sportstätten zu sichern. Athleten der Olympischen Winterspiele sind der Behörde zufolge nicht betroffen. Die Unterkunft vieler erkrankter Mitarbeiter liegt abseits der beiden Athletendörfer.

Ein Sportler trainiert im Eiskanal währen der Olympische Winterspiele 2018 in Pyeongchang | Bildquelle: AFP
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Athleten haben sich laut den Behörden bisher nicht mit dem Norovirus infiziert.

Das hochansteckende Norovirus verursacht Erbrechen und Durchfall, verläuft aber meist glimpflich und muss in aller Regel nicht behandelt werden. "Die Organisatoren unternehmen alles, um eine mögliche Verbreitung der Krankheit zu verhindern", sagte der Exekutivdirektor des Internationalen Olympischen Komitees, Christophe Dubi.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 08. Februar 2018.

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