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Die US-Regierung fordert offenbar per Gericht Informationen von dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Enthüllungsplattform WikiLeaks und deren Unterstützer. Dabei gehe es um die privaten Nachrichten des Wikileaks-Gründers Julian Assange, Kontaktinformationen und andere persönliche Details zu dem Australier sowie drei weiteren Personen, die mit der Plattform in Verbindung stehen. Das berichten WikiLeaks sowie betroffene Twitter-Nutzer.
Demnach forderte ein Bundesgericht in Virginia das Netzwerk auf, weitreichende Informationen über Namen, Adressen, Netzwerk-Verbindungen, Telefonnummern und finanzielle Details von Wikileaks-Unterstützern weiterzugeben.
[Bildunterschrift: Unter US-Druck: die Internetplattform WikiLeaks ]
Twitter wollte sich zu dem Fall zunächst nicht äußern und teilte lediglich mit, dass es zu seinen Grundsätzen gehöre, Nutzer über Anfragen - wie von Regierungsseite - zu informieren. Aus der auf der Internetseite salon.com veröffentlichten Vorladung an den Kurznachrichtendienst vom 14. Dezember geht hervor, dass die angeforderten Informationen "relevant für laufende strafrechtliche Ermittlungen" seien. Zugleich wurde Twitter davon in Kenntnis gesetzt, dass es weder Assange noch die anderen Betroffenen über die Vorladung informieren dürfe.
Unter den Betroffenen ist auch der einst im Irak stationierte und mittlerweile inhaftierte Obergefreite Bradley Manning, dem die USA vorwerfen, WikiLeaks geheime Daten zugänglich gemacht zu haben. Aber auch die Twitter-Daten von WikiLeaks-Mitgründer Assange, der isländischen Politikerin Birgitta Jonsdottir, des niederländischen Hackers Rop Gonggrijp sowie des US-Programmierers Jacob Appelbaum sind für die USA von Interesse. Gonggrijp und Appelbaum hatten früher mit WikiLeaks zusammen gearbeitet.
[Bildunterschrift: Spricht von einem Angriff auf die Menschenrechte: WikiLeaks-Mitgründer Assange ]
Assange sieht in dem Schritt der USA einem Bericht des Senders BBC zufolge einen Angriff auf die Menschenrechte. Die isländische Abgeordnete Jonsdottir fürchtet laut "Guardian" um die Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte.
Die US-Behörden versuchen seit Monaten, gegen WikiLeaks vorzugehen, weil der Regierung die Enthüllungen von Diplomatendepeschen sowie Militärberichten über die Kriege im Irak und in Afghanistan ein Dorn im Auge sind.
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