Julian Assange | Bildquelle: REUTERS

Nach Hacking-Vorwürfen gegen CIA WikiLeaks will Tech-Konzerne unterstützen

Stand: 09.03.2017 18:39 Uhr

Nach den Enthüllungen zu Hackerangriffen der CIA hat sich WikiLeaks-Gründer Assange zu Wort gemeldet. Er wirft dem US-Geheimdienst "zerstörerische Inkompetenz" vor. WikiLeaks wolle mit Tech-Firmen zusammenarbeiten, damit sich diese besser schützen können.

Hackerangriffe auf Smartphones, Fernseher und andere Geräte - WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat die jüngsten Enthüllungen der Plattform über CIA-Praktiken einen beispiellosen Fall genannt: "Das ist ein historischer Akt von zerstörerischer Inkompetenz, so ein Arsenal geschaffen zu haben und dann alles an einem Ort gespeichert zu haben." Es sei unmöglich, die Kontrolle über Cyber-Waffen zu behalten, fügte er hinzu, "wenn man sie baut, wird man sie am Ende wieder verlieren."

WikiLeaks will mit Technologiefirmen zusammenarbeiten

Assange kündigte an, dass WikiLeaks Technologiekonzernen weitere Informationen über die Hackerangriffe der CIA zur Verfügung stellen werde. Es handle sich dabei um bisher unveröffentlichte Daten, die WikiLeaks zunächst unter Verschluss halten wolle - zumindest bis man mit den Konzernen gesprochen habe. "Wir haben uns entschieden, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um ihnen einen exklusiven Zugang zu den zusätzlichen technischen Details zu geben, die wir haben, damit Lösungen entwickelt werden können", sagte Assange.

Hackertruppe in Frankfurt

WikiLeaks hatte am Dienstag 8761 Dokumente veröffentlicht, die aus dem CIA-Zentrum für Cyber-Aufklärung in Langley bei Washington stammen und die über die Computer- und Internetspionage des US-Geheimdiensts Auskunft geben sollen. Aus den Dokumenten geht laut WikiLeaks hervor, dass die US-Regierungshacker unter anderem iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Software von Microsoft und Samsung-Fernseher in Abhörgeräte umfunktionieren.

Die Hackertruppe operiert demnach vom US-Konsulat in Frankfurt am Main aus. Das Konsulat diene als heimliche Basis der Hacker für Spähaktionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, hieß es. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der 2013 die massiven Spähprogramme des US-Geheimdienstes NSA enthüllt hatte, erklärte auf Twitter, die veröffentlichten Dokumente wirkten "authentisch".

Trump "extrem besorgt"

Zuvor hatte die CIA der Enthüllungsplattform vorgeworfen, das Leben von US-Bürgern zu gefährden. Derartige Enthüllungen "bringen nicht nur US-Personal und Einsätze in Gefahr, sondern statten unsere Gegner auch mit Werkzeugen und Informationen aus, um uns zu schaden", sagte CIA-Sprecherin Heather Horniak. Zur Echtheit der Dokumente wollte sich die Sprecherin nicht äußern.

WikiLeaks-Enthüllung nennt Frankfurt als CIA-Hackersitz
tagesthemen 22:15 Uhr, 07.03.2017, Svea Eckert/Jan Lukas Strozyk, NDR

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Auch die US-Regierung hat auf die Enthüllungen reagiert: US-Präsident Donald Trump sei "extrem besorgt" über das Datenleck bei der CIA, das die jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen ermöglicht habe, sagte sein Sprecher Sean Spicer. Er kündigte zudem ein hartes Vorgehen gegen Informanten an: "Bei jedem, der vertrauliche Informationen weitergibt, wird die volle Härte des Gesetzes angewandt", sagte er.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 07. März 2017 um 22:15 Uhr.

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