Smog in der Stadt Harbin | Bildquelle: dpa

WHO warnt vor Luftverschmutzung Schlechte Luft für 92 Prozent aller Menschen

Stand: 27.09.2016 13:08 Uhr

Smog? Nur ein Problem in Asien? Ja und nein, meint die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Denn nach einer neuen Untersuchung leiden 92 Prozent aller Menschen weltweit unter schlechter Luft, egal ob in Städten oder auf dem Land.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt: Mehr als 90 Prozent aller Menschen weltweit leiden unter schlechter Luft. Mehr als sechs Millionen Menschen sterben an den Folgen. Zu dieser Erkenntnis kommt die WHO nachdem sie Werte aus 3000 Orten weltweit gesammelt und ausgewertet hat. Das Ergebnis ist für die Wissenschaftler erschreckend: 92 Prozent der Weltbevölkerung leben demnach an Orten, an denen die von der WHO festgelegten Grenzwerte für saubere Luft überschritten werden. Dabei geht es der WHO vor allem um den besonders gesundheitsgefährdenden PM2,5-Feinstaub.

Besonders kleine Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen gelangen und sind für die menschliche Gesundheit hochriskant. Die Verschmutzung der Luft mit Feinstaub erhöht die Risiken eines Schlaganfalls, von Herzkrankheiten, Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen wie Asthma.

"Gesunheitliche Notlage"

Die Gesundheitsgefahr ist in Entwicklungs- und Schwellenländern besonders groß - vor allem in Asien. Doch das Problem lässt sich nicht auf einzelne Regionen beschränken, es ist nach Einschätzung der WHO ein weltweites Problem, das Städte, aber auch ländliche Gebiete betrifft und auch "alle Teile der Gesellschaft". Aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation handelt es sich um eine "gesundheitliche Notlage".

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. September 2016 um 09:00 Uhr.

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