Syrische Flüchtlinge in Jordanien | Bildquelle: AFP

WFP steigert Hilfe für syrische Flüchtlinge Grundversorgung bis Jahresende gesichert

Stand: 01.03.2016 03:10 Uhr

Die mangelnde Versorgung syrischer Flüchtlinge im Nahen Osten galt als ein Auslöser der Flüchtlingskrise im Westen. Nun halten die Geberländer finanzielle Zusagen ein. Bis Jahresende sei die Versorgung in der Region gesichert, so das Welternährungsprogramm.

Von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom

Ab heute soll sich die Lage von mehr als sechs Millionen Syrern in Not verbessern, heißt es in einer Erklärung des Welternährungsprogramms mit Sitz in Rom. Demnach kann die UN-Organisation Ernährungshilfen für diese Menschen auf eine "volle Grundversorgung" anheben. Möglich sei dies durch einmalige Unterstützung der Geberstaaten - an der Spitze Deutschland, das 570 Millionen Euro überwiesen hat.

Kürzung der Hilfen galt als Fluchtgrund

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen finanziert sich ausschließlich durch Spendenbeiträge. Doch diese waren zuletzt spärlich geflossen und unter den Zusagen geblieben. Im Sommer letzten Jahres hatte das WFP Alarm geschlagen und musste die Ernährungshilfen massiv kürzen. Das gilt in Augen von Experten als wichtiger Faktor für die massenhafte Flucht nach Europa in den letzten Monaten.

Versorgung in Syrien bis Oktober

Laut WFP ist die Grundversorgung von 1,8 Millionen Flüchtlingen in Jordanien, dem Irak, dem Libanon und Ägypten bis Jahresende gesichert, außerdem können von April bis Oktober rund 4,5 Millionen Menschen in Syrien versorgt werden.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind im Bürgerkrieg in Syrien in den vergangenen fünf Jahren rund 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als elf Millionen Menschen sind in dieser Zeit zu Flüchtlingen geworden, mehr als vier Millionen davon sind außer Landes geflohen.

Welternährungsprogramm steigert Hilfen für Millionen Syrer in Not
J.-C. Kitzler, ARD Rom
01.03.2016 02:49 Uhr

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Dieser Beitrag lief am 01. März 2016 um 08:52 Uhr auf InfoRadio.

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