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Der neue Außenminister Westerwelle will die kleineren EU-Länder aufwerten. "Europa ist keine Veranstaltung von einigen wenigen Großen, sondern in Europa gehören alle dazu", sagte der FDP-Politiker bei seinem Antrittsbesuch in den Niederlanden. Westerwelle sprach in Den Haag mit seinem niederländischen Kollegen Maxime Verhagen sowie mit Ministerpräsident Jan Peter Balkenende.
[Bildunterschrift: Antrittsbesuch in Den Haag: Westerwelle beim niederländischen Ministerpräsidenten Balkenende. ]
Es sei Anspruch der deutschen Politik, auch die kleineren Staaten mit Respekt und als Partner auf Augenhöhe zu behandeln, sagte Westerwelle. Er sah sich in der Tradition der deutschen Außenpolitik, wie sie der frühere Kanzler Helmut Kohl (CDU) und sein FDP-Vorgänger Hans-Dietrich Genscher gepflegt hätten. "Es kann nicht nur um die großen Länder gehen, sondern auch um die sogenannten Kleinen." Die Niederlande lobte Westerwelle als "wunderbares Land mit wunderbaren Menschen".
Mit seinem Amtskollegen Verhagen sprach Westerwelle auch über die atomare Abrüstung. Ziel der neuen Bundesregierung seien Gespräche, um den Abzug der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland zu erreichen, sagte Westerwelle. Es sei aber völlig klar, dass dies nur in Abstimmung mit den Bündnispartnern geschehe.
Anschließend reiste Westerwelle nach Paris weiter. In der französischen Hauptstadt stehen Gespräche mit Präsident Nicolas Sarkozy, Premierminister François Fillon und Außenminister Bernard Kouchner auf dem Programm.
Morgen will Westerwellle nach Belgien und Luxemburg fliegen. Ende der Woche wird er zum Antrittsbesuch in den USA erwartet. Seine Gesprächspartnerin ist dann US-Außenministerin Hillary Clinton. Am Samstag hatte Westerwelle seine erste alleinige Auslandsreise als Außenminister unternommen: Sie führte ihn nach Polen.
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