Papst Franziskus hält während der Christmette eine Figur in der Hand, die das Christuskind darstellen soll.  | Bildquelle: REUTERS

Christmette im Petersdom Papst beklagt Leid der Kinder

Stand: 25.12.2016 03:16 Uhr

Bei der Christmette im Petersdom hat Papst Franziskus die Kinder in den Mittelpunkt gerückt - besonders in Krisenregionen. Dort seien viele im "unterirdischen Bunker" und müssten weinen, "weil niemand ihren Hunger stillt".

Von Tassilo Forchheimer, ARD-Studio Rom

Zwölf Kinder in den Trachten ihrer Heimatländer aus verschiedenen Gegenden der Welt begleiteten den Papst, um am Ende der Christmette gemeinsam mit ihm ein geschnitztes Jesus-Kind in die Oberammergauer Krippe des Petersdoms zu legen.

Kinder standen auch im Mittelpunkt der Predigt des Oberhauptes der katholischen Kirche. Franziskus erinnerte an das Leid derer, die gerade nicht in einer Wiege liegen und von der Liebe einer Mutter und eines Vaters umhegt seien. Viele hätten alles andere als eine normale Kindheit.

Sie seien "im unterirdischen Bunker, um den Bombardierungen zu entkommen; auf dem Bürgersteig einer großen Stadt, auf dem Boden eines mit Migranten überladenen Schleppkahns. Lassen wir uns ansprechen von den Kindern, die man nicht zur Welt kommen lässt; von denen, die weinen, weil niemand ihren Hunger stillt; von denen, die nicht Spielzeug, sondern Waffen in den Händen halten."

Traditionelle Christmesse mit Papst Franziskus im Petersdom
tagesschau 00:30 Uhr, 25.12.2016

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Weihnachtsbotschaft soll aufrütteln

Die Weihnachtsbotschaft müsse aufrütteln, so der Papst. Und: Der wahre Kern dieses Festes dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Jesus sei bei seiner Geburt den meisten Menschen gleichgültig gewesen.

"Auch heute kann es dieselbe Gleichgültigkeit geben, wenn Weihnachten zu einem Fest wird, bei dem die Hauptfiguren wir sind und nicht Er, wenn die Lichter des Gewerbes, das Licht Gottes in den Schatten stellen; wenn wir uns für Geschenke abmühen und den Ausgegrenzten gegenüber gefühllos bleiben. Diese Mentalität hat Weihnachten in Geiselhaft genommen."

Das Weihnachtsfest mahne dazu, die Freude und den klaren Sinn des Lebens wiederzufinden.

Am Tag vor Heiligabend hatte Franziskus dem emeritierten Papst Benedikt XVI. seine persönlichen Weihnachtsgrüße überbracht. Der Besuch beim Vorgänger hat inzwischen Tradition.

Urbi et Orbi

Heute um 12.00 Uhr wird Papst Franziskus vom Mittelbalkon des Petersdoms die Weihnachtsbotschaft sprechen und anschließend den Segen Urbi et Orbi spenden, der Stadt und dem Erdkreis. 120 Fernsehsender werden dies live in rund 60 Länder übertragen.

Die Weihnachtsfeierlichkeiten in Rom finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Rings um den Vatikan sind an allen wichtigen Zufahrten Soldaten postiert. Nach der Erschießung des mutmaßlichen Attentäters von Berlin durch einen italienischen Polizisten halten die Sicherheitsbehörden Racheakte für nicht ausgeschlossen.

Blick in den Petersdom während der Christmette | Bildquelle: REUTERS
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Gottesdienst im Petersdom: Franziskus mahnt zu mehr Menschlichkeit.

Christmesse im Petersdom
T. Forchheimer, ARD Rom
25.12.2016 10:50 Uhr

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Über dieses Thema berichteten Inforadio am 24. Dezember um 22:44 Uhr und die tagesschau am 25. Dezember 2016 um 00:30 Uhr.

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