George Weah | Bildquelle: AFP

Wahlsieg in Liberia Ex-Fußballer Weah wird neuer Präsident

Stand: 28.12.2017 20:53 Uhr

Der ehemalige Weltfußballer Weah hat es nun auch politisch ganz nach oben geschafft: Laut dem vorläufigen Ergebnis setzte er sich bei der Stichwahl in Liberia mit rund 60 Prozent der Stimmen durch und wird nächster Präsident seines Landes.

Der ehemalige Fußballstar George Weah hat nach vorläufigen Ergebnissen die Wahl um das Präsidentenamt in Liberia gewonnen. Bei der Stichwahl setzte sich der 51-Jährige mit 61,5 Prozent der Stimmen gegen den bisherigen Vizepräsidenten Joseph Boakai durch, der auf 38,5 Prozent kam. Das teilte die Wahlkommission mit. In 11 der 15 Bezirke wurden demnach alle Stimmen ausgezählt, in 4 Bezirken zu 90 Prozent. Am Freitag soll das endgültige Ergebnis verkündet werden.

Weah hatte bereits die erste Wahlrunde am 10. Oktober gewonnen, aber nicht genug Stimmen für einen direkten Sieg bekommen. Die bisherige Amtsinhaberin Ellen Johnson Sirleaf war nach zwei Amtszeiten nicht wieder angetreten.

Stichwahl verzögert

Die Stichwahl hatte sich wegen der Anfechtungsklage eines unterlegenen Kandidaten verzögert. Das oberste Gericht Liberias gab jedoch trotz Unregelmäßigkeiten grünes Licht für die Wahl. An der Seite Weahs kandidierte die Ex-Frau des früheren Diktators Charles Taylor, Jewel Howard-Taylor, für das Vizepräsidentenamt.

Liberia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und hat erst 2003 einen 14 Jahre langen Bürgerkrieg überwunden. Der Staat erholt sich zudem nur langsam von der Ebola-Epidemie, an deren Folgen von 2013 bis 2015 mehr als 4000 Liberianer starben.

Über dieses Thema berichtete die Tagesschau am 28. Dezember 2017 um 21.00 Uhr.

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