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[Bildunterschrift: 2400 Liter virtuelles Wasser stecken in einem Hamburger ]
Ein ökonomischer Umgang mit der so knappen wie lebensnotwendigen Ressource Wasser ist das Anliegen des Stockholm International Water Institute. Sein "Stockholmer Wasserpreis" geht in diesem Jahr an den britischen Wissenschaftler John Anthony Allan.
Allan beschäftigt sich mit der Frage, wieviel Wasser für die Produktion von Lebensmitteln und Konsumgütern verbraucht wird. Diese Menge nennt er "virtuelles Wasser". In einer Tasse Kaffee stecken zum Beispiel 140 Liter "virtuelles Wasser", wenn man den Wasserbedarf für Anbau der Pflanzen, Ernte, Verschiffung, Röstung und Verpackung errechne. Für einen Hamburger ergeben sich so sogar 2400 Liter Wasserverbrauch.
[Bildunterschrift: Auf der Kaffeeplantage verbrauchtes Wasser zählt zum "virtuellen Wasser" ]
Wir müssen also zu der Wassermenge, die wir beim Trinken oder Duschen verbrauchen, immer noch das "virtuelle Wasser" hinzurechnen, das in die Herstellung aller Produkte geflossen ist, meint der Wissenschaftler. Allan hat für einen US-Bürger auf diese Weise einen Durchschnittsverbrauch von 6000 Liter virtuellem Wasser pro Tag errechnet.
Die Jury würdigte Allans maßgeblichen Beitrag zur Neudefinition von Wasserpolitik und sein Engagement im Nahen und Mittleren Osten, wo er als Berater für Wassermanagement tätig war. Der schwedische König wird den Preis am 21. August im Rahmen der Weltwasserwoche überreichen.
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