Internationale Walfangkommission Schärfere Regeln für Waljagd

Stand: 18.09.2014 15:09 Uhr

Die Mitgliedstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) haben die Regeln für den Walfang verschärft. Sie zielen vor allem gegen Japan, das aus angeblich wissenschaftlichen Gründen die seit 1986 verbotene Jagd weiter betreibt. Die Kommission beschloss nun auf ihrem Jahrestreffen im slowenischen Portoroz, Tokio müsse sein umstrittenes Fangprogramm zunächst den IWC-Wissenschaftlern vorlegen, die es auf seine Stichhaltigkeit prüfen.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hatte vor einem halben Jahr das sogenannte wissenschaftliche Fangprogramm Japans als illegal bezeichnet. Die Forschungsergebnisse seien zu dürftig, zu viele Tiere würden getötet, hieß es zur Begründung. Dennoch hatte die japanische Regierung vor wenigen Tagen angekündigt, dieses Programm wieder aufnehmen zu wollen.

Ein japanischer Walfänger im Einsatz | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Ein japanischer Walfänger im Einsatz

Kritiker werfen Tokio vor, unter diesem Deckmantel wieder den kommerziellen Walfang durch die Hintertür einzuführen. "Das Schlupfloch der Wissenschaft ist damit zwar nicht abgeschafft, aber es wurde stark eingegrenzt", sagte die Biologin Sandra Altherr von der Tierschutzorganisation Pro Wildlife.

Der deutsche Delegationsleiter Walter Dübner sagte nach der Abstimmung: "Das ist ein großer Schritt nach vorn zur Einschränkung des Wissenschaftswalfangs". Die Resolution wurde mit 35 gegen 20 Stimmen bei fünf Enthaltungen angenommen. Sie ist für die Mitgliedstaaten rechtlich allerdings nicht bindend.

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