Waldbrände in Kalifornien gefährden Stromversorgung

Eingang zum Yosemite Nationalpark (Bildquelle: REUTERS)

Waldbrände in Kalifornien

Flammen gefährden Stromversorgung

Seit neun Tagen brennt es in den Wäldern nahe San Francisco. Das Feuer bedroht auch die Mammutbäume im Yosemite-Nationalpark. Aber auch die Strom- und Wasserversorgung der Millionenmetropole ist gefährdet.

Von Wolfgang Stuflesser, ARD-Hörfunkstudio Los Angeles

Das Feuer brennt inzwischen auf einer Fläche, die so groß ist wie die Millionenmetropole Chicago. Und erst sieben Prozent davon hat die Feuerwehr unter Kontrolle.  

Neun Tage nach Ausbruch des Brands schöpfen die Feuerwehrleute aber ein wenig Hoffnung: Die Flammen breiteten sich zuletzt langsamer aus. Ein Zehntel der Brandfläche liegt im Yosemite-Nationalpark, weltberühmt für seine Sequoia-Mammutbäume. Eine Sprecherin der US-Forstbehörde sagte gegenüber CNN, man werde alles tun, um dieses "Nationalheiligtum" zu beschützen.

Feuer im kalifornischen Yosemite-Nationalpark breiten sich weiter aus
tagesschau 17:00 Uhr, 27.08.2013

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Yosemite-Park ist weiter geöffnet

Der Park selbst ist zwar noch geöffnet, doch eine der Zufahrtsstraßen wurde gesperrt. Für die Betreiber von Hotels, Tankstellen und Restaurants an der Strecke bedeutet das wirtschaftliche Verluste. Der Park hat nach eigenen Angaben jährlich vier Millionen Besucher.

Das Feuer bedroht auch die Strom- und Wasserversorgung des etwa 300 Kilometer entfernten San Francisco. Im Yosemite-Park liegt ein Stausee, aus dem die Stadt große Teile ihres Trinkwassers bezieht. Trotz Rauchs und fliegender Asche ist die Wasserqualität nach Angaben der Behörden bisher aber weiter gut. Zwei Stromkraftwerke an diesem Stausee mussten allerdings abgeschaltet werden.

Waldbrand beim Yosemite Nationalpark bedroht San Francisco
W. Stuflesser, ARD Los Angeles
26.08.2013 20:05 Uhr

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Feuerwehr hofft auf günstige Winde

Es brennt oft im trockenen kalifornischen Klima. Doch diese Feuer ist besonders: Auf der Liste der größten jemals in Kalifornien verzeichneten Waldbrände belegt das sogenannte "Rim Fire" inzwischen Platz 14.

Auch weiterhin sind Tausende von Privathäusern von den Flammen bedroht. Nun hofft die Feuerwehr, dass der Wind sich nicht ungünstig dreht. Bei den in der Region typischen Böen von bis zu 50 Kilometern pro Stunde hätten die Feuerwehrleute den Flammen sonst wenig entgegenzusetzen. Sie heben Gräben aus, starten Gegenfeuer, dünnen das Buschwerk aus und schießen natürlich Wasser aus schweren Löschschläuchen auf die Flammen. Doch das unwegsame Gelände und der massive, beißende Rauch machen die Arbeit der Feuerwehrleute extrem schwierig.

Waldbrände im Yosemite Nationalpark (Bildquelle: AFP)
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Bislang haben sie aber nur sieben Prozent der Brände unter Kontrolle.

Waldbrände im Yosemite Nationalpark (Bildquelle: AP)
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Die Feuerwehrleute sind seit Tagen im Einsatz.

Stand: 26.08.2013 18:43 Uhr

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