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Deutsche Touristen kaum betroffen
Waldbrände in Südeuropa wüten weiter
Im Kampf gegen die Waldbrände in Südeuropa ist die Feuerwehr in mehreren Urlaubsregionen nach wie vor im Dauereinsatz. Temperaturen um die 40 Grad, extreme Trockenheit und starker Wind erschweren vielerorts die Löscharbeiten.
Im Süden der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa rückten etwa 500 Feuerwehrleute mit elf Löschflugzeugen an, um ein Großfeuer unter Kontrolle zu bringen. Dort hatte ein Brand in der Nähe des Naturparks um den Vulkan Teide in den vergangenen Tagen bereits eine 3000 Hektar große Fläche zerstört.
Brand auf La Palma wieder ausgebrochen
Ein Brand auf La Palma, der vorgestern ausgebrochen war, ist Regierungsangaben zufolge an zwei Stellen wieder aufgelodert. Dort standen 500 Hektar Wald in Flammen. 200 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Rund 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch auf anderen Urlaubsinseln, darunter Mallorca, hatten in den vergangenen Tagen Feuer gewütet. Dort zerstörten zwei Feuer eine Fläche von 70 Hektar Wald.
Notstand auf der Peloponnes ausgerufen
Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes wurde in der Region Achaia der Notstand ausgerufen. Einige Ortschaften sollen evakuiert werden, weil sich die Flammen den Gemeinden Ano und Kato Kastritsi gefährlich genähert hatten. Mehr als 100 Feuerwehrleute und Soldaten sowie mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz.
Löschkräfte in Montenegro im Dauereinsatz
In Montenegro mussten die Löschtrupps allein rund um die Hauptstadt Podgorica innerhalb von zwölf Stunden gut zwei Dutzend Mal ausrücken, wie örtliche Medien berichteten. Die zumeist kleineren Brände hätten rasch gelöscht werden können. Touristen mussten gestern einen Hotelkomplex verlassen. Die Feuerwehr habe die Flammen, die mehrere Häuser bedrohten, aber rechtzeitig eindämmen können. Das Land leidet seit Wochen unter extremer Hitze.
WWF in Italien fordern Anti-Mafia-Kommission zum Handeln auf
In Italien forderte die Naturschutzorganisation WWF, dass sich die nationale Anti-Mafia-Kommission mit dem Problem beschäftigt. Denn häufig handle es sich auch um Brandstiftungen der organisierten Kriminalität. Bereits im Jahr 2007 fiel ein riesiger Teil des süditalienischen Nationalparks Pollino Waldbränden zum Opfer, die vermutlich von der Mafia gelegt wurden, um Land zu gewinnen. Dort hatten die Flammen auch in den vergangenen Tagen wieder mehr als 600 Hektar Land vernichtet.
Deutsche Urlauber kaum betroffen
Deutsche Urlauber sind nach Angaben von Reiseveranstaltern bislang kaum von den Waldbränden in Südeuropa betroffen. Lediglich einige Ausflüge auf Teneriffa fielen den Flammen zum Opfer, teilte TUI mit. Nach Angaben von ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg wurden einige Wanderausflüge auf La Palma abgesagt.
Stand: 18.07.2012 15:19 Uhr
