Hinter der Küstenstadt Split ist der Rauch der Waldbrände zu sehen. | Bildquelle: dpa

Waldbrände in Südeuropa Flammen um Split eingedämmt

Stand: 18.07.2017 14:05 Uhr

Die kroatische Großstadt Split konnte offenbar vor übergreifenden Flammen gerettet werden. Montenegro hatte im Kampf gegen schwere Waldbrände um internationale Unterstützung gebeten. Auch in Italien, Frankreich und Portugal loderten Feuer.

Inmitten der Urlaubssaison brennen in zahlreichen südeuropäischen Ländern große Waldgebiete. Besonders dramatisch war die Lage rings um die kroatische Stadt Split. Aber auch in Portugal, Italien, Frankreich und Montenegro kämpfte die Feuerwehr vielerorts gegen die Flammen, die tausende Hektar Land verwüsteten.

Feuer in der Nacht unter Kontrolle gebracht

Die Brände in Kroatien hatten am Montagabend Vororte der zweitgrößten Stadt Split erreicht. Ein Einkaufszentrum musste evakuiert werden, mehrere Autos brannten aus. Dem Fernsehsender HRT zufolge geriet auch die städtische Mülldeponie in Brand. Doch die Feuer konnten über Nacht unter Kontrolle gebracht werden, wie Bürgermeister Andro Krstulovic Opara dem Sender HRT sagte.

Schwere Brände in Kroatien und Montenegro
tagesschau 20:00 Uhr, 18.07.2017, Till Rüger, ARD Wien

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Insgesamt wurden den zweiten Tag in Folge mehrere Dutzend Waldbrände in der Gegend um Split gezählt. Mehrere Häuser gerieten bereits in Brand. Rund 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz gegen die Flammen. Unterstützung erhielten sie von mehr als hundert Soldaten sowie Löschflugzeugen.

80 Menschen verletzt

Ersten Schätzungen zufolge wurden rund 4500 Hektar Land verwüstet - vor allem Nadelwald, Olivenhaine und Buschland. Etwa 80 Menschen wurden verletzt, vor allem handelte es sich um Feuerwehrleute.

Feuerwehrleute versuchen einen Brand am Wegesrand zu löschen | Bildquelle: AFP
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Feuerwehrleute versuchen einen Brand am Wegesrand zu löschen

Auch im Nachbarland Montenegro war die Lage angesichts von Waldbränden nach Behördenangaben weiter kritisch. Am Montag bat die Regierung des Balkanstaats die europäischen Länder um schnelle Hilfe im Kampf gegen die Waldbrände. Das Innenministerium in Podgorica schaltete den Europäischen Zivilschutz-Mechanismus ein, der grenzüberschreitende Hilfe im Katastrophenfall vorsieht.

Camper mussten in Sicherheit gebracht werden

Von den Flammen betroffen sind vor allem Gebiete am Südufer der bei Touristen beliebten Bucht von Kotor. Auf der Halbinsel Lustica mussten mehrere hundert Camper in Sicherheit gebracht werden. Behördenangaben zufolge brachte nachlassender Wind etwas Linderung.

Ein Löschflugzeug fliegt über Lustica in Montenegro | Bildquelle: REUTERS
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Ein Löschflugzeug fliegt über Lustica in Montenegro

Die Ursache für die Brände in Kroatien und Montenegro war zunächst unklar. In Portugal brachen derweil ebenfalls neue Waldbrände im Norden und in der Mitte des Landes aus. Dort waren bei Alijo, Viseu und in der Region Guarda insgesamt rund 1400 Feuerwehrleute sowie etwa ein Dutzend Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz.

Feuer in Italien und Frankreich

In Italien war vor allem die Region Latium um Rom betroffen. Auch bei Neapel loderten die Flammen in der Nähe des Wohngebiets Posillipo wieder auf. Waldgebiete standen auch in Südfrankreich in Flammen, insbesondere nördlich von Nizza und auf Korsika.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juli 2017 u.a. um 09:00 und 12:00 Uhr.

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