Der russische Präsident Wladimir Putin (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Reaktionen auf Trump-Sieg Putin gratuliert, Europäer entsetzt

Stand: 09.11.2016 19:36 Uhr

Der Wahlsieg von Donald Trump spaltet nicht nur die USA, auch weltweit sind die Reaktionen gemischt. Während Russlands Präsident Putin auf bessere Beziehungen hofft, befürchten Politiker in der EU ein schlechteres transatlantisches Verhältnis.

Als einer der ersten Staatschefs weltweit hat Russlands Präsident Wladimir Putin dem US-Wahlsieger Donald Trump gratuliert. Er hoffe, dass es ihnen gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen, schrieb Putin in einem Telegramm. Ein konstruktiver Dialog sei im Interesse beider Länder und der Weltgemeinschaft, schrieb Putin nach Angaben des Kremls. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind derzeit äußerst angespannt. Putin hatte sich während des US-Wahlkampfs lobend über Trump geäußert. Dieser hat bessere Beziehungen zu Moskau angekündigt.

Reaktionen in Moskau auf Trump-Sieg
tagesschau 16:00 Uhr, 09.11.2016, Birgit Virnich, ARD Moskau

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Auch andere Länder mit autoritären Regierungschefs reagierten erfreut auf die Wahl Trumps. Der türkische Premierminister Binali Yildrim gratulierte dem US-Republikaner. Er hoffe auf eine neue Seite in den amerikanisch-türkischen Beziehungen, wenn die USA den Prediger Fetullah Gülen auslieferten. Die türkische Regierung macht Gülen für den gescheiterten Militärputsch im Juli verantwortlich.

Orban hoch erfreut

Freude über Trumps Triumph äußerte auch Ungarns Regierungschef Viktor Orban. "Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt noch", schrieb Orban auf seiner Facebook-Seite. Der rechtskonservative Politiker ist der einzige europäische Regierungschef, der bereits vor der US-Präsidentschaftswahl offen Trump unterstützt hatte.

Viele andere europäischen Staaten und Politiker reagierten deutlich verhaltener. "Die transatlantischen Beziehungen werden schwieriger", erwartet EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Trump benutze einen Politikstil und eine Rhetorik, die nur noch auf Emotionen setzten, nicht mehr auf faktische Lösungen. Das System der USA sei aber stark genug, einen Präsidenten Trump zu verkraften.

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, im Gespräch
US-Wahl 2016, 09.11.2016

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Der SPD-Politiker sprach in der ARD von einer "Brexit-Nacht", in Anspielung auf die unerwartete Wende in Großbritannien zugunsten eines Ausstiegs aus der EU. Die Welle des Protestes, die weltweit zu beobachten sei, drücke sich auch im US-Wahlergebnis aus. "Der Protest kommt in die Wahlurne", sagte der SPD-Politiker. Alarmismus sei jetzt aber falsch.

EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker setzen darauf, dass auch der neue US-Präsident die enge Zusammenarbeit fortsetzt. Als ersten Schritt luden sie Trump zu einem gemeinsamen EU-USA-Gipfel ein. "Es ist heute wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken", erklären EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in ihrem Gratulationsschreiben.

Sorge bei der NATO

Sorgen rief der Trump-Wahlsieg bei der NATO hervor, denn Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt kritisch zur NATO geäußert und unter anderem gefragt, warum immer die USA die Führungsrolle übernehmen müssten. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Trump daher auf, das Engagement der Vereinigten Staaten im Bündnis nicht zu reduzieren. "US-Führung ist nach wie vor von großer Bedeutung", mahnte Stoltenberg in einer Glückwunschbotschaft an den Republikaner. "Eine starke NATO ist gut für die Vereinigten Staaten und gut für Europa."

Auf das traditionell enge Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien verwies dagegen die britische Premierministerin Theresa May. "Großbritannien und die USA haben eine andauernde und besondere Beziehung, die auf den Werten Freiheit, Demokratie und Unternehmungsgeist basiert. Wir sind starke und enge Partner bei Handel, Sicherheit und Verteidigung, und wir werden es bleiben", sagt sie.

Italien und Frankreich setzen auf Zusammenarbeit

Der italienische Premierminister Matteo Renzi, der Clinton unterstützt hatte, gratulierte dem US-Republikaner und wünschte ihm alles Gute. Er sagte, die Verbundenheit Italiens mit den USA blieben weiterhin stark.

Frankreich werde weiter mit den USA zusammenarbeiten, betonte Außenminister Jean-Marc Ayrault. "Wir müssen uns zum Klimawandel, zum Atomabkommen mit dem Iran und zu Syrien aber neu abstimmen." Es gehe nun darum, herauszufinden, was US-Präsident Trump machen wolle. "Denn was er bisher gesagt hat, löst einige Sorgen aus." Die Chefin des rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich, Marine Le Pen, gratulierte Trump und äußerte große Freude über den Wahlsieg - wie andere rechtspopulistische Politiker auch.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. November 2016 in der Sondersendung ab 09:00 Uhr.

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