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Bei der kroatischen Parlamentswahl hat die in Korruptionsaffären verstrickte Regierungspartei HDZ eine empfindliche Niederlage erlitten. Das Oppositionsbündnis unter Führung der Sozialdemokraten erreichte knapp 45 Prozent der Stimmen. Das berichteten Fernsehsender auf Grundlage von Nachwahlbefragungen. Die langjährige konservative Regierungspartei von Ministerpräsidentin Jadranka Kosor kam auf nur noch rund 22 Prozent.
Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik wurde seit der Unabhängigkeit 1991 mit einer kurzen Unterbrechung von 2000 bis 2003 von der HDZ regiert. Die künftige Regierung dürfte nun aber von der Sozialdemokratischen Partei geführt werden. Den Nachwahlbefragungen zufolge käme seine Mitte-links-Allianz auf eine Mehrheit von 83 der 151 Sitze im Parlament. Kosors HDZ wird demnach nur noch mit 40 Abgeordneten im neuen Parlament vertreten sein.
Die HDZ galt als durch mehrere Korruptionsskandale geschwächt. Kosors Amtsvorgänger Ivo Sanader muss sich derzeit deshalb vor Gericht verantworten. Die Justiz untersucht zudem Vorwürfe gegen die HDZ wegen illegaler Parteienfinanzierung.
Hoffnung setzt das Adrialand auf den Beitritt zur Europäischen Union. Kroatien wird am Freitag in Brüssel den EU-Beitrittsvertrag unterschreiben.
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