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Die myanmarische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat in der Stadt Dawei im Süden des Landes ihre Wahlkampftour begonnen. "Wir bringen Demokratie in dieses Land", versprach sie vor tausenden jubelnden Anhängern. "Wir können alle Hindernisse mit Geschlossenheit und Beharrlichkeit überwinden." Suu Kyis Kandidatur muss noch von der Wahlkommission bestätigt werden, was im Februar erwartet wird. Sie will in dem armen Bezirk Kawhmu antreten, der südlich von Rangun liegt und vom Zyklon Nargis 2008 verwüstet wurde.
Suu Kyi hatte sich Mitte Januar entschieden, an der Parlamentswahl am 1. April teilzunehmen, bei der über 48 der 440 Sitze im Unterhaus abgestimmt wird. Ein Sieg dort wäre nur symbolischer Natur: Selbst wenn Suu Kyis Partei, die Nationale Liga für Demokratie (NLD), alle Sitze erlangen würde, behielten die Vertreter der Militärführung weiterhin die Mehrheit im Parlament. Dennoch könnte die 66-jährige, die 15 Jahre unter Hausarrest stand, erstmals in ein politisches Amt gewählt werden.
Möglich wurde dies erst durch umfassende Reformen, die die neue Regierung des Landes eingeleitet hat. Nachdem die Militärführung im vergangenen Jahr formell ihre Macht abgegeben hatte, ließ sie hunderte politische Gefangene frei, erreichte einen Waffenstillstand mit Rebellen, lockerte die Zensurbestimmungen und räumte den Medien mehr Rechte ein.
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