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16.03.2010

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Ausland
Militante Proteste gegen die umstrittene Wahl von Irans Präsident Ahmadinedschad. (Foto: AFP)
Gewalt im Iran: "Obama "tief beunruhigt"
Nach der Wahl im Iran

Obama "tief beunruhigt" über Gewalt"

US-Präsident Barack Obama ist nach der umstrittenen Präsidentenwahl nach wie vor offen für den Dialog mit dem Iran. "Wir werden weiter einen entschlossenen, direkten Dialog zwischen unseren Ländern verfolgen", sagte Obama in seiner ersten offiziellen Stellungnahme seit der Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Er sei allerdings "tief beunruhigt durch die Gewalt, die im Fernsehen zu sehen ist".

Die schwersten Unruhen im Iran seit der Islamischen Revolution vor knapp 30 Jahren sorgten auch in der Nacht für Spannungen im Land. Bei den Protesten in Teheran gegen den umstrittenen Wahlsieg von Ahmadinedschad sollen am Montag mindestens zwei Demonstranten angeschossen worden sein.

Berichte über Todesopfer

Die Exil-Organisation des Nationalen iranischen Widerstands berichtete unterdessen von Protesten und Demonstrationen in anderen Städten des Irans. Dort habe es beim gewaltsamen Vorgehen von Polizei und Sicherheitskräften mehrere Tote und Verletzte gegeben. Nach Darstellung des iranischen Widerstands sollen bei den Protesten in Teheran und anderen Städten den vergangenen Tagen mindestens zehn Demonstranten getötet worden sein.

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Unter anderem hätten in Shiras im Süden des Landes mehrere tausend Studenten protestiert. Die Sicherheitskräfte seien mit Knüppeln und Tränengas vorgegangen, mehrere Demonstranten seien festgenommen worden. Fotografen berichteten von mindestens zwei Demonstranten, die in Teheran durch Schüsse verletzt worden seien. Auch der staatliche iranische Sender Press-TV berichtete von Schüssen während der Großdemonstration. Wer die Schüsse abfeuerte, blieb unklar. Gerüchte, wonach in Teheran Demonstranten erschossen worden seien, wurden bislang nicht bestätigt.    

Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi forderte Neuwahlen und rief seinen Anhängern zu, er sei bereit, dabei anzutreten. Es war der erste öffentliche Auftritt des Reformpolitikers seit den Wahlen am Freitag, bei denen nach offiziellen Angaben Ahmadinedschad siegte. Aus Sorge vor einer Eskalation rief Mussawi seine Anhänger zur Mäßigung auf. Zugleich warf er Ahmadinedschad und dem Innenministerium erneut Wahlbetrug vor. Ahmadinedschad hatte nach offiziellen Angaben bei der Präsidentschaftswahl am Freitag fast 63 Prozent der Stimmen erhalten, Mussawi lediglich knapp 34 Prozent. Nach allen Vorhersagen war ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet worden.

Dossier:

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Ajatollah Ali Chamenei, oberster Führer des Irans und geistliches Oberhaupt, wies den Wächterrat an, Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten sorgsam zu überprüfen, wie der Nachrichtensender Chabar berichtete.

Stand: 16.06.2009 04:34 Uhr
 

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