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Empfehlung des New Yorker Bürgermeisters
Bloomberg ruft zur Wiederwahl Obamas auf
US-Präsident Barack Obama profitiert in der Schlussphase des Wahlkampfs von seinem Krisenmanagement beim verheerenden Wirbelsturm "Sandy". Nachdem er bereits großes Lob vom republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, erhalten hatte, sprach nun der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sogar eine Wahlempfehlung zugunsten des Amtsinhabers aus. Bloomberg, der vor fünf Jahren aus der Republikanischen Partei ausgetreten war, würdigte Obamas Reaktion auf den Wirbelsturm und hob hervor, dass dieser am besten geeignet sei, den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.
"Wir brauchen Führungsstärke im Weißen Haus"
Die Zerstörung, die "Sandy" nach New York und in andere Teile des Nordostens gebracht habe, wertete der Bürgermeister als Zeichen des Klimawandels. "Unser Klima ändert sich", schrieb er in einem Beitrag für seine gleichnamige Nachrichtenagentur. Gewählte Spitzenpolitiker müssten unverzüglich handeln. "Wir brauchen Führungsstärke im Weißen Haus - und in den vergangenen vier Jahren hat Präsident Barack Obama wichtige Schritte unternommen, um unseren CO2-Verbrauch zu senken", ergänzte er.
Der republikanische Herausforderer Mitt Romney habe dagegen in allen wichtigen Bereichen einschließlich des Umweltschutzes den Kurs gewechselt. "Wenn die Version Romneys von 1994 oder 2003 zur Wahl stünde, hätte ich ihn gut wählen können", erklärte Bloomberg. "Denn wie viele andere Unabhängige fand ich die vergangenen vier Jahre, um es mit einem Wort zu sagen, enttäuschend." Dennoch Obama habe einige wichtige Erfolge vorzuweisen, etwa in der Bildungspolitik und bei der Gesundheitsreform.
2004 Wahlempfehlung für Bush
Bloomberg war im Jahr 2001 als Kandidat der Republikaner zum Bürgermeister von New York gewählt worden. Zuvor hatte er jedoch den Demokraten angehört. Im Jahr 2007 verließ Bloomberg die Republikanische Partei wieder und trat fortan als unabhängiger Kandidat an. Während er bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2004 George W. Bush unterstützte, verzichtete er vor vier Jahren auf eine Wahlempfehlung.
Präsident Obama nahm unterdessen nach dreitägiger Pause seinen Wahlkampf wieder auf. "Nach allem was wir zusammen durchgemacht haben, können wir jetzt nicht aufgeben", sagte er bei einem Auftritt in Wisconsin.
Obama besucht Katastrophengebiet
nachtmagazin 01:38 Uhr, 01.11.2012, Stefan Niemann, ARD Washington
Endspurt im Wahlkampf
Im Endspurt bis zur Wahl nehmen die beiden Präsidentschaftskandidaten vor allem die sogenannten Swing States ins Visier, jene Staaten, in denen bislang keine klaren Mehrheiten für Demokraten oder Republikaner abzusehen sind und die daher am Ende wahlentscheidend sein könnten.
Stand: 01.11.2012 22:13 Uhr
