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Entscheidung bei Stichwahl in Zypern

Sparkurs-Befürworter Anastasiades ist Präsident

Nikos Anastasiades
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Nikos Anastasiades will Zypern aus der Krise führen.

Der konservative Politiker Nikos Anastasiades wird neuer Präsident Zyperns. Der 66-Jährige erhielt bei der Stichwahl nach offiziellen Angaben 57,5 Prozent der Stimmen und siegte damit über Ex-Gesundheitsminister Stavros Malas, der auf 42,5 Prozent kam.

Der pro-europäische Anastasiades, der gute Beziehungen zu Bundeskanzlerin Angela Merkel hat, hatte sich im Wahlkampf für strikte Sparmaßnahmen ausgesprochen, um die Vorgaben der internationalen Gläubiger zu erfüllen. Zypern befinde sich an einem "Scheideweg", sagte der Chef der konservativen Demokratischen Sammlungsbewegung (Disy).

Malas erkennt Niederlage an

"Die kommende Regierung steht vor großen Herausforderungen", konstatierte auch Malas. Der 45-jährige Genforscher war erst 2011 in die Politik eingetreten und wurde im Wahlkampf von der kommunistischen Akel-Partei des äußerst unbeliebten scheidenden Präsidenten Demetris Christofias unterstützt. Inzwischen gestand Malas seine Niederlage ein. "Jetzt brauchen wir Geschlossenheit", sagte er in seiner Wahlkampfzentrale. "Aber wir werden strikt alles kritisieren, was den Interessen des Volkes oder des Landes widerspricht." Malas war im Wahlkampf für eine Entschärfung der Sparauflagen eingetreten.

Konservativer Anastasiades gewinnt Wahl in Zypern
T. Bormann, ARD Istanbul
24.02.2013 18:39 Uhr

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Verhandlungen mit den EU-Partnern

Anastasiades hatte bereits bei der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag vorne gelegen. Erste Aufgabe des neuen Staatschefs wird es sein, ein Hilfspaket der Eurostaaten für den angeschlagenen Staat zu verhandeln. Zypern steht kurz vor der Pleite. Das Land hatte die EU um Unterstützung gebeten und 17 Milliarden Euro beantragt. Das eigene Geld dürfte nur noch bis April reichen. Es wird erwartet, dass die EU Mitte März über ein Rettungspaket entscheidet.

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Stand: 24.02.2013 19:16 Uhr

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