Präsident Kenyatta bei der Stimmabgabe | Bildquelle: dpa

Wahl in Kenia Präsident Kenyatta klar in Führung

Stand: 09.08.2017 07:27 Uhr

Ein Großteil der Stimmen ist ausgezählt und die Tendenz eindeutig: Kenias Präsident Kenyatta ist auf bestem Weg, im Amt zu bleiben. Aber sein Herausforderer Odinga spricht von Betrug. Anders als befürchtet, verlief die Wahl friedlich.

Bei der Präsidentschaftswahl in Kenia liegt Amtsinhaber Uhuru Kenyatta in Führung. Nach Auszählung von 85 Prozent der Wahllokale komme er auf rund 55 Prozent, teilte die Wahlkommission mit. Sein Herausforderer Raila Odinga komme auf rund 44 Prozent.

Odinga erkannte die Auszählung allerdings nicht an und erhob Betrugsvorwürfe. "Wir haben unsere eigenen Projektionen, die zeigen, dass wir weit in Führung liegen", sagte er.

Angst vor Unruhen nach Wahlen in Kenia
nachtmagazin 00:15 Uhr, 09.08.2017, Sabine Bohland, ARD Nairobi

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Sorge vor neuen Unruhen

Seine Äußerungen schürten die Furcht, dass es wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen könnte - wie bei der Abstimmung vor zehn Jahren, als er nach seiner Niederlage ebenfalls Wahlfälschungsvorwürfe erhob.

Schon vor der Wahl hatte die Opposition der Regierung vorgeworfen, die Abstimmung manipulieren zu wollen. Gewaltsame Zwischenfälle und die Ausweisung von zwei ausländischen Beratern Odingas sorgten ebenfalls für Unruhe.

Die Wahlkommission rief die Bevölkerung auf, in Ruhe das Wahlergebnis abzuwarten. Die Abstimmung verlief in der Tat weitgehend friedlich. Mehr als 150.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um zu verhindern, dass es in Ostafrikas größter Volkswirtschaft zu ähnlichen Gewaltausbrüchen wie im Jahr 2007 kommt. Damals wurden 1200 Menschen getötet, 600.000 mussten aus ihren Wohnorten fliehen.

Geburt vor Wahllokal

Im Bezirk West Pokot brachte eine Frau vor einem Wahllokal ihr Kind zur Welt - und ging nach einer Kontrolluntersuchung im örtlichen Krankenhaus trotzdem noch zur Stimmabgabe. Ihr Baby - ein Mädchen - nannte die Frau laut dem Lokalsender Capital FM Chepkura. In der Suaheli-Sprache bedeutet das "Vor der Wahl".

Kenyatta: Trete bei Niederlage zurück

Kenyatta hatte bei der Stimmabgabe erklärt, er werde das Ergebnis akzeptieren und zurücktreten, wenn er verliere. Der 55-Jährige ist ein reicher Geschäftsmann, Sohn des Gründungspräsidenten und ein Kikuyu. Diese Volksgruppe hat drei der vier kenianischen Präsidenten seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1963 gestellt.

Odinga (72) ist ein ehemaliger politischer Häftling und Sohn des ersten Vizepräsidenten Kenias. Er stammt aus dem Luo-Volk im Westen des Landes. Die Menschen dort fühlten sich über Jahre von der Regierung in Nairobi vernachlässigt und von der politischen Macht ausgeschlossen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. August 2017 um 19:00 Uhr.

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