US-Außenminister John Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow | Bildquelle: AP

Russland und USA einigen sich auf Verlängerung Weitere 48 Stunden Waffenruhe für Syrien

Stand: 14.09.2016 21:22 Uhr

Russland hatte es angekündigt, jetzt sind sich Außenminister Lawrow und sein US-Kollege Kerry einig: Die Waffenruhe in Syrien soll um weitere 48 Stunden verlängert werden. Denn trotz der Berichte über Verstöße sei die Gewalt zurückgegangen.

US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe in Syrien um weitere 48 Stunden geeinigt. Trotz der wiederholten Verstöße sei die Feuerpause weitgehend eingehalten worden und die Gewalt im Land zurückgegangen, sagte Kerrys Sprecher Mark Toner. Zuvor hatte sich der russische Generalstab für eine Verlängerung der Feuerpause eingesetzt.

Die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe trat am Montagabend in Kraft und sollte für alle Kräfte gelten, die nicht von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft werden. Die Terrormiliz IS ist daher davon ausgeschlossen. So erklärte der russische Generalstab, dass die russische Armee am Dienstagabend eine Offensive des IS in Palmyra gestoppt habe. Bei Luftangriffen seien etwa 250 Angreifer getötet sowie rund 15 mit Flugabwehrraketen ausgerüstete Fahrzeuge zerstört worden.

Kernpunkte der Waffenruhe in Syrien
tagesschau24 17:00 Uhr, 12.09.2016, Thomas Ziegler, ARD-aktuell

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Hilfen stehen an der Grenze

Die Feuerpause soll in erster Linie die Verteilung von humanitären Hilfen an die notleidende Bevölkerung ermöglichen. Hilfsorganisationen beklagen allerdings, dass die syrische Regierung die Lieferung noch nicht genehmigte. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte, es stünden 20 Lastwagen mit Hilfen an der syrisch-türkischen Grenze bereit, diese könnten aber nicht losfahren, weil die Sicherheit der Helfer nicht gewährleistet werden könne.

Unabhängig davon brachte Türkei einen Hilfskonvoi mit Lebensmitteln und Spielzeug in die nordsyrische Grenzstadt Dscharablus. Darunter seien 25 Tonnen Mehl, Reis und Nudeln, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Hilfslieferung wurde von der Jugendorganisation der in der Türkei regierenden islamischen AKP organisiert.

Nach UN-Angaben sind mehr als 600.000 Zivilisten in Syrien teils seit Jahren von der Außenwelt abgeschnitten und grauenhaften Bedingungen ausgesetzt. Die meisten Gebiete werden vom Regime belagert. Besonders dramatisch ist die Lage in den Rebellengebieten im Osten der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo. Dort sind bis zu 300.000 Menschen eingeschlossen.

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