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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach übereinstimmenden Medienberichten einen Waffenhandel zwischen Nordkorea und dem Iran aufgedeckt. Trotz scharfer UN-Sanktionen sollten die Waffen auf einem australischen Schiff in den Iran gebracht werden, hieß es.
Die Waffen waren als Maschinenteile für Ölbohrungen deklariert. Dabei soll es sich unter anderem um Sprengzünder und Munition für Granatwerfer handeln. Die Lieferung habe jedoch keine Komponenten für nukleare Waffen enthalten, berichtet das "Wall Street Journal". Die Emirate sind ein Hauptumschlagsplatz für Exporte in den Iran.
Nach einem Bericht der "Financial Times" hatten die Behörden der Emirate das unter der Flagge der Bahamas fahrende Schiff bereits vor einem Monat gestoppt und an der Weiterfahrt gehindert und den Verstoß Pjöngjangs und Teherans bereits vor etwa zwei Wochen an das zuständige Sanktionskomitee des Weltsicherheitsrates gemeldet.
Erst jetzt wurde der Vorgang auch über das Komitee hinaus bekannt. Vom Vorsitzenden des Komitees, dem türkischen UN-Botschafter, war zunächst keine Stellungnahme zu den Angaben zu erhalten. Der Weltsicherheitsrat will dem Fall weiter nachgehen und die in die Lieferung verwickelten Länder zu eigenen Nachforschungen auffordern, hieß es in New York.
[Bildunterschrift: Der UN-Sicherheitsrat in New York hat Nordkorea jeglichen Waffenhandel untersagt. ]
Der UN-Sicherheitsrat hatte Nordkorea im Juni mit einer Resolution jeglichen Handel mit Waffen untersagt. Gleichzeitig verpflichtete der Rat alle 192 UN-Mitgliedsländer, keinen Waffenhandel mit dem Regime in Pjöngjang einzugehen. Die Resolution war als Reaktion auf Nordkoreas zweiten Atomwaffentest erlassen worden. US-Militärs hatten bereits kurz darauf ein mit Waffen beladenes nordkoreanisches Schiff fast zwei Wochen lang beschattet und dadurch die Auslieferung der Fracht verhindert.
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