Der Popstar Katy Perry unterstützt Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokraten | Bildquelle: REUTERS

Promis werben für Trump und Clinton Mit freundlicher Unterstützung von Hollywood

Stand: 15.03.2016 14:34 Uhr

Nach dem "Super Tuesday" folgt der "Super Tuesday II": In fünf US-Bundesstaaten haben die Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur von Republikanern und Demokraten begonnen. Unterstützt werden die Favoriten Clinton und Trump von - teils ziemlich schrägen - Prominenten.

Von Wolfgang Stuflesser, ARD-Studio Los Angeles

Politik ist in den USA nie besonders weit vom Showbusiness entfernt, aber es gibt Momente, da verschwimmen die Grenzen. Dann, wenn zum Beispiel bei einer Wahlkampfveranstaltung von Hillary Clinton in Iowa Katy Perry auftritt und nicht nur singt, sondern auch noch lautstark verkündet, sie stehe an Clintons Seite. "Ich marschiere neben Hillary", so Perry. "Ich glaube an ihre Zukunft, an ihre Visionen und an ihre Strategie."

Das alles sagt Perry im weißen Kleid mit dem Hillary-H auf der Brust und dem Sternenbanner als Schleppe - irgendwo zwischen Freiheitstatue und Wonder Woman. Eine perfekte Inszenierung.

Frauen werben für Hillary

Vergleichsweise plump wirkt da schon der Wahlwerbespot, der bei ABC zur besten Sendezeit lief: Der Sender ist bekannt für Serien wie "Grey’s Anatomy" oder "Scandal" mit starken Frauenfiguren. Deren Darstellerinnen, Ellen Pompeo, Kerry Washington und Viola Davis ergriffen im Spot selbst das Wort und zogen eine Parallele zwischen diesen Figuren und Hillary Clinton: "Unsere Charaktere gibt es im Fernsehen - aber die wirkliche Welt? Die wirkliche Welt hat Hillary Clinton!"

Kerry Washington | Bildquelle: AP
galerie

Kerry Washington spielt gerne starke Frauen. Logisch, dass sie Clinton unterstützt.

Richard Gere | Bildquelle: dpa
galerie

Eltern und Großeltern schwärmen für Richard Gere - und er schwärmt für Clinton

Für Clinton sind die Stars auch ein Mittel, ein breiteres Spektrum an Wählern zu erreichen: Katy Perry spricht die Jüngeren an, der ebenfalls bekennende Hillary-Fan Richard Gere dagegen eher die Eltern und Großelterngeneration.

Hulk Hogan will Trumps Vizepräsident werden

Donald Trump ist dagegen als Geschäftsmann, Buchautor und Fernsehpersönlichkeit selbst schon eine Berühmtheit. Seine prominenten Unterstützer könnten schräger kaum sein: Hulk Hogan zum Beispiel, der ehemalige Wrestling-Star mit den blonden Zottelhaaren. Von Paparazzi auf den aktuellen Vorwahlkampf angesprochen, sagte er, er wäre gern Donald Trumps Vizepräsident.

Noch ein ausgesprochener Trump-Fan ist der ehemalige Profi-Boxer und verurteilte Vergewaltiger Mike Tyson. "Trump sollte Präsident werden", sagte Tyson im Interview mit der "Huffington Post". Er warb für den Versuch, Amerika wie eine von Trumps Firmen zu führen.

Mike Tyson | Bildquelle: dpa
galerie

Mike Tyson hofft, dass Trump Präsident wird...

Hulk Hogan | Bildquelle: AP
galerie

.... und Wrestling-Star Hogan bietet sich als Trumps Vize an.

Ach ja, auch Basketballer Dennis Rodman ist für Trump. Mit starken Männern kennt Rodman sich aus. Vor ein paar Jahren hatte er dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un einen Freundschaftsbesuch abgestattet.

Doch Trump polarisiert - und so sprechen sich einige Stars auch ganz bewusst gegen ihn aus: Als er mexikanische Einwanderer pauschal als Vergewaltiger beschimpfte, meldeten sich umgehend Shakira, Ricky Martin und Salma Hayek kritisch zu Wort, die allesamt mittel- und südamerikanische Wurzeln haben.

Trump ist ein "fremdenfeindlicher Faschist"

Für George Clooney ist Trump ein "fremdenfeindlicher Faschist". Der Komiker Louis C.K. nannte ihn einen verrückten Heuchler und verglich ihn mit Hitler. Solche Vergleiche gibt es häufiger. Das brachte die jüdische Komikerin Sarah Silverman auf die Idee, sich in Conan O’Briens Late-Night-Show über die ständigen Trump-Hitler-Vergleiche zu beschweren - und zwar aus der Sicht und im Kostüm Adolf Hitlers.

Allerdings, schränkte der von ihr gespielte Hitler dann ein: Er stimme zu 90 Prozent mit dem überein, was Trump sage. Das Problem sei nur die derbe Art, wie er es sage.

Stars für Trump und Clinton
W. Stuflesser, ARD Los Angeles
15.03.2016 13:21 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete der Deutschlandfunk am 15. März 2016 um 05:41 Uhr.

Darstellung: