Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz | Bildquelle: AP

Vorwahlen in fünf US-Bundesstaaten "Super-Samstag" für Ted Cruz

Stand: 06.03.2016 06:53 Uhr

Donald Trump ist nicht unschlagbar - das ist eine der Botschaften nach weiteren Vorwahlen in fünf US-Bundesstaaten. Trump-Konkurrent Ted Cruz gewann in Kansas und Maine deutlich. Bei den Demokraten bleibt Bernie Sanders der Favoritin Hillary Clinton auf den Fersen.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Für Ted Cruz hätte es kaum besser laufen können. Es war es ein "Super Samstag" für ihn. Mit großem Vorsprung setzte sich der erzkonservative Senator aus Texas in den Bundesstaaten Kansas und Maine gegen Donald Trump durch. In Kansas betrug der Vorsprung sogar 25 Prozentpunkte. Mit diesen Erfolgen sei er der einzige Präsidentschaftsbewerber, der Donald Trump bereits in sechs Bundesstaaten geschlagen habe, freute sich Cruz: "Das ist sehr ermutigend! Es zeigt, dass die Republikaner jetzt ihre Kräfte bündeln, weil es ein Desaster wäre, wenn Donald Trump unser Kandidat würde. Deshalb stellen wir uns hinter den stärksten Konservativen im Rennen.“

Cruz rief die anderen Bewerber auf, sich hinter ihm zu versammeln. Nur mit vereinten Kräften könne Trump gestoppt werden. Cruz profitierte allerdings davon, dass sich in Kansas und Maine nur Parteimitglieder an der Wahl beteiligen durften.

Im Bundesstaat Louisiana dagegen fanden offene Vorwahlen statt, bei denen auch unabhängige Wähler ihre Stimme abgeben konnten. Hier gewann Trump mit knappem Vorsprung vor Cruz. Auch im Kohlestaat Kentucky siegte Trump knapp vor Cruz. Trump betonte, er freue sich nun auf ein direktes Duell mit Ted Cruz. Trotz der heftigen Kritik der Parteiführung habe er den Republikanern neue Wähler beschert, betonte Trump: "Die größte Geschichte ist der enorme Andrang von Wählern, die zur Republikanischen Partei kommen. Millionen und Abermillionen kommen zu uns und wählen."

Marco Rubio - der Verlierer des Abends

Einen desaströsen Wahlabend erlebte der Favorit des Partei-Establishment, der Senator aus Florida, Marco Rubio. Er landete überall abgeschlagen auf Platz drei, in Maine sogar hinter Ohios Gouverneur John Kasich auf Platz vier. Um überhaupt noch eine Chance zu haben, müssen Rubio und Kasich am 15. März ihre Heimatstaaten Florida und Ohio unbedingt gewinnen.

Bei den Demokraten macht Sanders Boden gut

Bei den Demokraten wurde in drei Bundesstaaten gewählt: In den dünn besiedelten und überwiegend weißen Bundesstaaten Kansas und Nebraska freute sich Bernie Sanders über zwei wichtige Erfolge. Im bevölkerungsreicheren Südstaat Louisiana dagegen, in dem viele Afroamerikaner leben, gewann Hillary Clinton mit fast 50 Prozentpunkten Vorsprung vor Sanders. Da Louisiana deutlich mehr Delegiertenstimmen vergibt, konnte Hillary Clinton ihre Führungsposition trotz der zwei Siege von Sanders weiter ausbauen.

Hillary Clinton | Bildquelle: dpa
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Hillary Clinton gewann wie erwartet in Louisiana...

Bernie Sanders grüßt seine Unterstützer | Bildquelle: AFP
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... und Bernie Sanders in Kansas und Nebraska.

Um den Anschluss an Clinton nicht zu verlieren, müsste Bernie Sanders in den nächsten Wochen beweisen, dass er auch in größeren und ethnisch gemischteren Bundesstaaten siegen kann. Eine Vorentscheidung könnte am 15. März fallen. An diesem zweiten "Super Tuesday" wird in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Florida, Ohio, Illinois, Missouri und North Carolina gewählt. Anders als bisher werden die Delegiertenstimmen dann nicht mehr proportional vergeben, sondern der jeweilige Sieger erhält nach dem "Winner-takes-it-all"-Prinzip sämtliche Delegiertenstimmen.

Wer hat welche Vorwahl gewonnen?

Eine Übersicht über den Stand der bisherigen Abstimmungen:
REPUBLIKANER
Donald Trump: Alabama, Arkansas, Georgia, Kentucky, Lousiana, Massachusetts, New Hampshire, Nevada, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia
Ted Cruz: Alaska, Kansas, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas
Marco Rubio: Minnesota, Puerto Rico
DEMOKRATEN
Hillary Clinton: Alabama, Arkansas, Georgia, Iowa, Lousiana, Massachusetts, Nevada, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia.
Sie gewann auch die Vorwahl im US-Außengebiet Samoa.
Bernie Sanders: Colorado, Kansas, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Vermont

US-Vorwahlen - Super Samstag für Ted Cruz
M. Ganslmeier, ARD Washington
06.03.2016 06:07 Uhr

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Dieser Beitrag lief am 06. März 2016 um 12:06 Uhr im Deutschlandradio Kultur.

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