Donald Trump und Hillary Clinton

Vorwahlen in fünf US-Bundesstaaten Trump und Clinton kassieren Niederlagen

Stand: 06.03.2016 05:00 Uhr

Bei den US-Vorwahlen musste der Republikaner Trump in Kansas und Maine herbe Niederlagen einstecken. Sein Rivale Cruz holte dort die meisten Stimmen. Dafür gewann Trump in Louisiana und Kentucky. Die Demokratin Clinton gewann in Louisiana, Kansas und Nebraska verlor sie jedoch an Sanders.

Ted Cruz hat die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Kansas mit deutlichem Abstand vor Donald Trump gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen erreichte der Senator von Texas am Samstagabend (Ortszeit) 48 Prozent, der umstrittene Quereinsteiger Trump kam auf 23 Prozent.

Republikaner Ted Cruz in Kansas | Bildquelle: REUTERS
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Republikaner Ted Cruz: "Die letzten Wochen waren außergewöhnlich"

Auch die Abstimmung in Maine gewann der 45-jährige Cruz. Nach Angaben der Republikaner kam Cruz auf 45,8 Prozent. Auf Platz zwei landete Trump mit 32,5 Prozent, obwohl er in Maine als Favorit gehandelt wurde. TV-Sendern zufolge hat Trump aber die wichtige Vorwahl im US-Bundesstaat Louisiana gewonnen. Auch im Bundesstaat Kentucky konnte Trump die Wahl demnach für sich entscheiden. Er lag mit etwa 35 Prozent vor Cruz, der rund 31 Prozent holte.

Bei den Demokraten gewann die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton in Louisiana. Außenseiter Bernie Sanders entschied die Vorwahlen in Kansas und Nebraska für sich. Die demokratische Partei in Kansas teilte außer dem Sieg Sanders' zunächst keine Zahlen mit. In Nebraska lag der 74-Jährige nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen mit neun Prozentpunkten vor Clinton. Der Sieg Clintons in Lousiana war erwartet worden, ebenso der Sieg Sanders' in Kansas und Nebraska.

Hillary Clinton | Bildquelle: dpa
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Hillary Clinton gewann wie erwartet in Louisiana...

Bernie Sanders grüßt seine Unterstützer | Bildquelle: AFP
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... und Bernie Sanders in Kansas und Nebraska.

Augenmerk auf Trump

Offiziell küren Republikaner und Demokraten ihren Spitzenkandidaten auf Parteitagen im Sommer. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für diese Parteikongresse.

Am Samstag richtete sich das Augenmerk hauptsächlich auf Trump. Die Abstimmungen galten als Test dafür, wie sich eine verstärkte Kampagne der Republikaner-Führung gegen den Immobilienmogul auswirkt. Sie will unbedingt verhindern, dass Trump Spitzenkandidat wird.

Die Kampagne hatte sich nach einer Serie von Vorwahlsiegen am jüngsten "Super Tuesday" deutlich verschärft. Trump war bei einer Rede in Florida bemüht, seine Erfolge als das Resultat einer großen Bewegung darzustellen. Seine Rede wurde von mehreren Demonstranten gestört.

Acht weitere Vorwahlen am Sonntag und Dienstag

Vorwahlen gab es am Samstag sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern in Kansas und Louisiana. Außerdem waren die Republikaner in Kentucky und Maine zur Abstimmung aufgerufen, in Nebraska die Demokraten. Am Sonntag und am kommenden Dienstag stehen insgesamt acht weitere Vorwahlen an.

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