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Ähnlichkeit mit SARS-Virus

WHO warnt vor neuer Lungenkrankheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer neuen, womöglich gefährlichen Lungenkrankheit. Das neuartige Corona-Virus ähnele dem vor knapp zehn Jahren aufgetretenen SARS-Erreger, teilte die Behörde in London mit und sprach eine offizielle Warnung aus. Das SARS-Virus zählt zur gleichen Virusgruppe. "Dieses neue Virus ist komplett anders als das, was wir bisher in Menschen identifiziert haben", erklärte die britische Gesundheitsbehörde HPA.

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Die WHO warnt vor dem neuen Virus.

Derzeit schwebt demnach ein an dem Virus erkrankter Mann aus Katar in Lebensgefahr. Er werde in einem britischen Krankenhaus behandelt, nachdem er zunächst in Doha mit einer akuten Atemwegsinfektion und Nierenversagen in eine Klinik eingeliefert worden sei. "Der Patient lebt noch, aber er befindet sich nach unseren Informationen in einem kritischen Zustand", sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl. "Wir fragen überall, ob jemand ähnliche Fälle gesehen hat, aber bisher gab es keine entsprechenden Meldungen."

Zwei Fälle weltweit

Nach WHO-Angaben haben Forscher nun starke Ähnlichkeiten zwischen dem Erreger in London und einem früheren Fall in Saudi-Arabien entdeckt. Dort hätten Mediziner dieses Jahr einen 60-jährigen Mann mit schwerer Lungenerkrankung behandelt, der später gestorben sei. Der dort identifizierte Erreger ähnelt dem nun entdeckten Virus zu 99,5 Prozent.

Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse geht von dem Erreger aber offenbar keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit aus. Bislang gebe es keinen Beleg für eine Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch. Man solle wachsam, aber nicht unmittelbar besorgt sein, sagte der Direktor des Londoner Zentrums für Atemwegsinfektionen, Peter Openshaw. Der Virus-Forscher Andrew Easton von der englischen University of Warwick sagte, die potenzielle Gefahr des Virus einzuschätzen sei angesichts von nur zwei Fällen schwierig.

Die mögliche Verbindung des Virus zu Saudi-Arabien könnte angesichts der im nächsten Monat anstehenden Haddsch aber noch zu erheblichen Problemen führen. Zur jährlichen Pilgerfahrt reisen Muslime aus aller Welt nach Mekka und danach wieder zurück in ihre Heimatländer.

Stand: 24.09.2012 20:51 Uhr

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