Verletzte syrische Kinder im Krankenhaus. (Archivbild) | Bildquelle: AFP

Liste der UN Kinder - tausendfach Opfer in Kriegen

Stand: 06.10.2017 08:40 Uhr

Mehr als 8000 Kinder sind laut UN im vergangenen Jahr in Kriegen getötet oder verstümmelt worden. Besonders schlimm ist die Lage in Afghanistan, Syrien und dem Jemen. Auf der Schwarzen Liste der Verantwortlichen steht erstmals auch Saudi-Arabien.

Im vergangenen Jahr sind laut UN mehr als 8000 Kinder in bewaffneten Konflikten getötet oder verstümmelt worden.

Diese Attacken auf Kinder seien "inakzeptabel und entsetzlich", sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, bei der Veröffentlichung UN-Berichts zur Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten in New York. Die Kriegsparteien müssten die Heranwachsenden schonen und dürften sie nicht in die Kämpfe hineinziehen, forderte Guterres.

Verletzte Kinder in einem Krankenhaus in Syrien | Bildquelle: AFP
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Verletzte syrische Kinder werden nach einem Bombenangriff in einem Krankenhaus in Damaskus behandelt.

Die meisten Opfer in Afghanistan

In Afghanistan beispielsweise wurden 3512 Kinder getötet oder verstümmelt, fast ein Viertel mehr als noch im Jahr zuvor. Im Jemen waren es 1340, in Syrien 1299. Zudem wurden Hunderte Kinder in Konflikten als Soldaten rekrutiert oder waren sexueller Gewalt sowie Angriffen auf ihre Schulen ausgesetzt.

Auf der Schwarzen Liste der Verantwortlichen für die Taten listet der Bericht vor allem Armeen, Rebellen oder Milizen aus Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Irak, Mali, Myanmar, Somalia, Sudan und Südsudan, Syrien und dem Jemen auf.

Erstmals steht auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstützt, auf dieser Liste. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung. Damit habe UN-Chef Guterres das Richtige getan, hieß es beispielsweise von Human Rights Watch.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 06. Oktober 2017 um 07:25 Uhr.

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